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LiPo-Akku lagerfähig?...

R

Reinhard Zwirner

Guest
Hi,

ich habe hier ein älteres kleines Dell-Tablet (Venue8 pro), dessen
Akku natürlich auch nicht mehr taufrisch ist. Angesichts der
bekannten Problematik bzgl. der Ersatzteilverfügbarkeit überlege ich,
zeitnah einen Ersatzakku zu beschaffen. Ist das sinnvoll, weil eine
Lagerung (im Kühlschrank?) unproblematisch ist, oder sollte man sich
erst im Fall der Fälle um Ersatz bemühen. Aber selbst dann weiß man
ja nicht, wie lange das Teil schon beim Händler gelegen hat ...

Um Meinungen bittet

Reinhard
 
A

Andreas Neumann

Guest
Reinhard Zwirner wrote:

Ist das sinnvoll, weil eine
Lagerung (im Kühlschrank?) unproblematisch ist, oder sollte man sich
erst im Fall der Fälle um Ersatz bemühen. Aber selbst dann weiß man
ja nicht, wie lange das Teil schon beim Händler gelegen hat ...
Im Zweifelsfall lieber \"nur\" 2 Jahre beim Händler, anstatt bei sofortiger
Beschaffung 4 Jahre bei Dir *und* vorher 2 Jahre beim Händler. Li-Akkus
sind halt Verbrauchsware, egal ob sie genutzt werden oder nicht.
Da man auch vorher nie weiß welche Qualität man bekommt (unabhängig vom
Preis), könnte der \"neue\", aber 6 Jahre alte Akku bereits kurz vor
Lebensende sein.
 
H

Hergen Lehmann

Guest
Am 15.12.20 um 12:23 schrieb Reinhard Zwirner:

ich habe hier ein älteres kleines Dell-Tablet (Venue8 pro), dessen
Akku natürlich auch nicht mehr taufrisch ist. Angesichts der
bekannten Problematik bzgl. der Ersatzteilverfügbarkeit überlege ich,
zeitnah einen Ersatzakku zu beschaffen. Ist das sinnvoll, weil eine
Lagerung (im Kühlschrank?) unproblematisch ist, oder sollte man sich
erst im Fall der Fälle um Ersatz bemühen. Aber selbst dann weiß man
ja nicht, wie lange das Teil schon beim Händler gelegen hat ...
Das wird in der Praxis keinen großen Unterschied machen.

Es gibt ein enges Zeitfenster von vielleicht 6-12 Monaten, in dem das
Gerät und -als Zulieferteil- auch der Akku aktiv produziert wird. Alle
existierenden Original-Ersatzteile stammen aus diesem Zeitfenster, und
je später du kaufst, desto länger hat das Teil irgendwo in einem Lager
gelegen. Die Neuproduktion von Ersatzteilen noch eine Zeitlang weiter
laufen zu lassen, rechnet sich bei Consumerprodukten schon lange nicht mehr.

In manchen Fällen findet man am Markt chinesische Nachbauten des Akku.
Die werden bei anhaltender Nachfrage mitunter noch jahrelang produziert
und sind entsprechend frischer, aber leider auch meist von
minderwertiger Qualität. Ob man damit trotzdem besser fährt als mit
einem überlagerten Originalakku, kann man im Ernstfall nur ausprobieren.
 
M

Marcel Mueller

Guest
Am 15.12.20 um 12:23 schrieb Reinhard Zwirner:
ich habe hier ein älteres kleines Dell-Tablet (Venue8 pro), dessen
Akku natürlich auch nicht mehr taufrisch ist. Angesichts der
bekannten Problematik bzgl. der Ersatzteilverfügbarkeit überlege ich,
zeitnah einen Ersatzakku zu beschaffen. Ist das sinnvoll, weil eine
Lagerung (im Kühlschrank?) unproblematisch ist, oder sollte man sich
erst im Fall der Fälle um Ersatz bemühen.
Letzteres.

- Erfahrungsgemäß bekommt man für die meisten Geräte einige Jahre lang
kompatible Ersatzakkus.
- Der Akku wird durch die Lagerung definitiv schlechter.
- Möglicherweise braucht man ihn gar nicht, weil das Gerät abnippelt,
bevor der alte Akku aufgibt.

Aber selbst dann weiß man
ja nicht, wie lange das Teil schon beim Händler gelegen hat ...
Im Prinzip richtig. Aber da es den Händler Geld kostet, große Mengen an
Akkus zu lagern, macht er es zumindest nicht gerne. Und eine
Wertsteigerung erfahren Akkus auch nur selten - das wäre die einzige
Motivation dafür.

Natürlich kommen immer mal wieder einige unverkaufte Schätzchen stark
verzögert in Umlauf, aber die Regel ist das nicht. Üblicher ist dass
irgendwelche Chinesen o.ä. kompatible Akkus herstellen oder aber defekte
Akkus durch Zellentausch wiederaufgearbeitet werden. Beides liefert zwar
nicht immer die originale Qualität, reicht aber i.d.R. um dem Gerät
einige weitere Jahre zu verschaffen und ist vor allem ökonomisch


Marcel
 
M

Martin Gerdes

Guest
Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> schrieb:

- Erfahrungsgemäß bekommt man für die meisten Geräte einige Jahre lang
kompatible Ersatzakkus.
.... leider unbestimmbarer Qualität. Ein kompatibler Notebook-Akku kostet
leider nur um die 20 Euro (und ist oft schnell kaputt). Ich würde gern
das doppelte dafür bezahlen, wenn ich dafür sicher sein könnte, daß der
Ersatzakku so einigermaßen normal lang lebt.

Ich habe für dieses Notebook hier nach etwa 5 Jahren für mäßiges Geld
(49 FRZ?) einen Akku vom Herstellerservice nachgekauft und war damit
zufrieden. Neulich wollte ich den Akku ein zweites Mal tauschen, da
führte der Hersteller die Bauart aber nicht mehr. Der kompatible war
spottbillig (19 FRZ einschließlich Versand) und nach einem Vierteljahr
kaputt, somit insgesamt (trotz des optisch niedrigen Preises) zu teuer.
 
M

Marcel Mueller

Guest
Am 16.12.20 um 00:20 schrieb Martin Gerdes:
Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> schrieb:

- Erfahrungsgemäß bekommt man für die meisten Geräte einige Jahre lang
kompatible Ersatzakkus.

... leider unbestimmbarer Qualität. Ein kompatibler Notebook-Akku kostet
leider nur um die 20 Euro (und ist oft schnell kaputt). Ich würde gern
das doppelte dafür bezahlen, wenn ich dafür sicher sein könnte, daß der
Ersatzakku so einigermaßen normal lang lebt.
Also kürzer leben die (meistens) schon. Aber so richtig krass finde ich
den Effekt nicht.


Ich habe für dieses Notebook hier nach etwa 5 Jahren für mäßiges Geld
(49 FRZ?) einen Akku vom Herstellerservice nachgekauft und war damit
zufrieden.
Die Preisklasse geht noch. Ich kenne da auch nochmal doppelte Werte.

Neulich wollte ich den Akku ein zweites Mal tauschen, da
führte der Hersteller die Bauart aber nicht mehr. Der kompatible war
spottbillig (19 FRZ einschließlich Versand) und nach einem Vierteljahr
kaputt,
Das wäre selbst bei einem Verschleißteil wie einem Akku ein
Gewährleistungsfall. Es, sei denn, er kam direkt aus China.

Ich hatte auch schon mal einen, der nicht funktioniert hat. Der ging
Retoure und wurde getauscht. Der Ersatzakku ist jetzt nach 3 Jahren
weitgehend platt. (Original war nach 5J platt.) Aber das Acer-Notebook
hat auch einen Akku-Töter-Controller, also immer schön bei jeder
Gelegenheit auf 100% vollknallen.

Der von meinem T530 hat jetzt noch ungefähr 90% Nennkapazität. Ja, ich
kenne ähnlich alte Lenovo Original-Akkus, die nach ca. 2 Jahren in
besserem Zustand sind; aber der wird auch täglich genutzt.

Mit Handyakkus habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Ca. 30-40% weniger
Lebensdauer für einen Bruchteil des Preises. Aber gerade bei alten
Geräten brauche ich vllt. auch gar keine 5J Lebensdauer mehr. Da kommt
dann eher der wirtschaftliche Totalschaden dabei raus. Insofern bin ich
froh, dass es überhaupt noch preiswerte Akkus für die Geräte gibt.

> somit insgesamt (trotz des optisch niedrigen Preises) zu teuer.

Ja, klar, kaputte Ware braucht keiner. Aber ich habe auch schon
Originalakkus (also der erste) nach gut einem Jahr verrecken sehen. <20
Minuten Laufzeit bezeichne ich jetzt mal als tot. War damals ein T61.


Marcel
 
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