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H

Hanno Foest

Guest
On 24.11.21 17:14, Christoph Müller wrote:

Im Übrigen ist der MIV genau genommen gar kein Problem. Die Probleme
sind die Umweltschäden, die damit angereichert werden. Was aber, wenn
man dafür sorgt, dass genau diese Schadensanreicherung ein Ende hat?
Ist der MIV dann immer noch genauso böse?

Die ist systemimmenent.

Ich behaupte, dass dem NICHT so ist.
Du behauptest viel, wenn der Tag lang ist.

Flächenverbrauch,

Man kann Fahrzeuge als Wohungsbestandteile konzipieren. So lange sie
stehen, sind sie dann weg von der Straße.
Und in der Wohnung nehmen sie keinen Platz weg? Ah ja.

nicht lebenswerte Städte,

woran hakt\'s?
https://www.google.com/search?client=firefox&q=autos+st%C3%A4dte+lebensqualit%C3%A4t

Hast du dich schon mal mit dem Thema Verkehr beschäftigt?

Müllproduktion durch alle 10 Jahre ein neues Auto, etc.

Die Autoindustrie stellt seit Langem auf wiederverwertbare und recycelte
Stoffe um.
Jaja sicher. Grüner Punkt aufs Auto, und alles ist paletti. Weil ja
alles, was die Industrie greenwashing-mäßig verspricht, stimmt.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
H

Hanno Foest

Guest
On 24.11.21 20:27, Christoph Müller wrote:

\"Man schlägt nicht nach der Hand, wo Brot gibt\" heißt es gerne. Der
MIV ist eine der zentralen Wirtschaftssäulen Deutschlands. Willst du
ihn abschaffen - wovon soll Deutschland dann leben?

Hieß es von der Kohle auch mal. Strukturwandel ist die Antwort.

Strukturwandel ist nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn man gar
nicht weiß, wohin die Reise gehen soll. In welche Richtung sollen sich
unsere Strukturen also entwickeln?
Sinnvollerweise in eine, welche nicht unsere Lebensgrundlagen zerstört.
Wegwerfgesellschaft funktioniert nicht auf Dauer.

Fallen dir echt keine Alternativen ein? Was machen eigentlich die ganzen
Länder ohne Autoindustrie?

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
S

Sieghard Schicktanz

Guest
Hallo Christoph Müller,

Du schriebst am Wed, 24 Nov 2021 08:26:12 +0100:

Die können sich NICHT vorstellen, dass man was abspecken kann?

Welche \"Die\"? Geldgeber? Nein, die können sich das nicht vorstellen.
....
Stelle ich zu hohe Ansprüche an meine Mitmenschen? Sind sie blöder
als ich denke?

Den Eindruck kann man gelegentlich durchaus bekommen, wenn man
manchen Diskussionen, insbes. im \"sozialen Umfeld\", auch nur zuhört.

Was können wir daraus lernen?
Das auch Pessimisten die Welt oft in zu rosigen Farben sehen?

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 
S

Sieghard Schicktanz

Guest
Hallo Christoph Müller,

Du schriebst am Wed, 24 Nov 2021 12:53:20 +0100:

Investoren interessieren sich nicht für Stroh sondern für Rendite.

Aber nicht für ihr Überleben?
Nein, die meinen, sie könnten mit Geld auch nachher noch alles
bekommen..

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 
S

Sieghard Schicktanz

Guest
Hallo Christoph Müller,

Du schriebst am Wed, 24 Nov 2021 16:45:55 +0100:

Je nach konkreter Situation. Weil man sehr wahrscheinlich für Abfahrt
und Ankunft Gebühren in der Gegend von 1 Stunde Parkhaus zu bezahlen
hat, wird man eher die längeren Strecken damit fahren. Dann fallen
Weil man Gebühren zu bezahlen hat, wird man mit Deinem Railtaxi fahren?
Wie passt das zusammen?

diese Gebühren nicht mehr so ins Gewicht. Die Fahrstrecke wird
höchstwahrscheinlich weniger als 20 ct/km kosten. Da kostet oft schon
der Treibstoff eines normalen Autos mehr.
Mal nachrechnen: 20¢/km entspricht 20€/100km. Bei 2€/l Treibstoff wären
das 10l/100km - na, ich weiß nicht, ob da nicht doch das Auto im
Vorteil ist. Und elektrisch schaut\'s noch schlechter aus: 30¢/kWh und
\"sowas um\" 20kWh/100km gibt 6€/100km oder 6¢/km.

Du argumentiert mit dem geringeren Rollwiderstand von Rad/Schiene
aber dagegen steht das Gewicht des Railtaxis.
(Das Gewicht ist da nicht so relevant, eher der Luftwiderstand.)

Mit Rad-Schiene beträgt der Rollwiderstand nur noch 1/5 bis 1/7 eines
Straßenfahrzeugs. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Auto mit
Railtaxi 5 bis 7 mal schwerer sein darf als ein Auto um auf die
gleiche Rollreibung zu kommen. Der Faktor wird sich aber wohl eher
Schon richtig, aber: auf dem Railtaxi kommt zum Luftwiderstand des
Autos noch der das Railtaxis dazu, und der ist ab sowas um 50km/h der
dominante Widerstand. Und zudem geht der auch noch quadratisch mit der
Geschwindigkeit hoch. Du willst doch 130km/h \"Dauerstrich\" fahren?

nur im Bereich 2- bis 3-mal, vielleicht auch mal 4-mal bewegen, womit
auf jeden Fall eine Einsparung zu erwarten ist.
Eher erheblich weniger, vielleicht sogar < 1.

....
erkennen, dass man mit Auto + Railtaxi sogar sehr deutlich weniger
Energie benötigt. Dazu kommt auch waggonähnliches Windschattenfahren
im Nullabstand.
Ersteres solltest Du nochmal prüfen; letzteres könnte _eventuell_ einen
Teil der Verluste wiedergutmachen - aber nur bei passender Gestaltung
Deiner Fahrzeuge. Wie schonmal geschrieben, wenn die als rasender
Gebirgszug durch die Landschaft brausen, wird der Luftwiderstand kaum
besser sein als wenn sie einzeln führen.

....
Das interessiert aber keinen, der Geld für eine umfangreiche
Entwicklung zur Verfügung stellen soll. Auch wenn\'s unschön ist.

Besonders, wenn unklar ist, auf welche Weise \'der Staat\' die Party
bezahlt und ob dazu überhaupt Bereitschaft besteht.
_Wer_ ist \"der Staat\"? Das sollte schon auch überlegt werden.

Die Party - da geht es darum, wie man möglichst fix mit möglichst
wenig Umweltbelastung dem landgebundenen Verkehr die
Umweltschadensanreicherung austreiben kann. Will man also das
1,5°-Ziel erreichen oder geht\'s da nur um billige Dampfplaudereien?
Letzteres, IMHO. Das \"Ziel\" ist doch schon längst unerreichbar, alle
auch nur einigermaßen ernstzunehmenden Studien und Untersuchungen
zeigen das allenfalls als allerunterstes zu erwartendes Minimum.

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 
A

Axel Berger

Guest
Christoph Müller wrote:
> Die sind aber dünn gesäht.

Dann müssen sich sich mehrere zusammentun. Ich stelle mir mal vor ein
genialer Verkäufer wie Jobs und ein noch genialerer Techniker wie
Wozniak -- das könnte glatt was werden. Hat das schon mal einer
ausprobiert?


--
/¯\\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
 
S

server

Guest
Am Wed, 24 Nov 2021 23:34:07 +0100 schrieb Axel Berger:

Christoph Müller wrote:
Die sind aber dünn gesäht.

Dann müssen sich sich mehrere zusammentun. Ich stelle mir mal vor ein
genialer Verkäufer wie Jobs und ein noch genialerer Techniker wie
Wozniak -- das könnte glatt was werden. Hat das schon mal einer
ausprobiert?
Das hat der Christoph bestimmt schon ausprobiert.

Leider hat er den genialen Techniker noch nicht gefunden

Aber - er arbeitet daran :)

mfg

Karl
 
M

Marc Haber

Guest
Klaus Mueller <usenet-tonne@radwegweg.info> wrote:
Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> wrote:
Oder der Eigentümer Staat stützt das veraltete Geschäftsmodell
Zugtransport durch Bestimmungen, die bessere Alternativen behindern oder
verbieten. Das wird hier schon lange gemacht, nennt sich neuerdings
Verkehrswende und wird so intensiv medial unterstützt und von so vielen
Leuten unterstützt, dass zumindenstens bis jetzt kein Grund besteht, von
diesem spottbilligen Vorgehen (Schilder aufstellen und Ampeln auf Rot
stellen kostet fast nichts) auf ein so aufwändiges Verfahren wie das
Railtaxi auszuweichen.

Vor allem stützt der Staat bisher das veraltete, geradezu steinzeitliche
Modell motorisierter Individualverkehr in immer adipöseren Blechgehäusen,
indem er ihm den roten Teppich mit immer luxuriöseren Straßen ausbreitet
und die anderen Nutzer öffentlichen Verkehrsraums an den Rand drängt und
behindert. Glücklicherweise ist er bisher nicht auf die Idee gekommen,
dieses Modell auch auf die Bahn zu übertragen.
Bei der Bahn geht der Trend zum unbequemen Truppentransporter. Ich
fahre seit der ICE 4 im Dienst ist signifikant mehr Auto.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | \" Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom \" |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG \"Rightful Heir\" | Fon: *49 621 72739834
 
K

Klaus Mueller

Guest
Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> wrote:
Klaus Mueller <usenet-tonne@radwegweg.info> wrote:
Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> wrote:
Oder der Eigentümer Staat stützt das veraltete Geschäftsmodell
Zugtransport durch Bestimmungen, die bessere Alternativen behindern oder
verbieten. Das wird hier schon lange gemacht, nennt sich neuerdings
Verkehrswende und wird so intensiv medial unterstützt und von so vielen
Leuten unterstützt, dass zumindenstens bis jetzt kein Grund besteht, von
diesem spottbilligen Vorgehen (Schilder aufstellen und Ampeln auf Rot
stellen kostet fast nichts) auf ein so aufwändiges Verfahren wie das
Railtaxi auszuweichen.

Vor allem stützt der Staat bisher das veraltete, geradezu steinzeitliche
Modell motorisierter Individualverkehr in immer adipöseren Blechgehäusen,
indem er ihm den roten Teppich mit immer luxuriöseren Straßen ausbreitet
und die anderen Nutzer öffentlichen Verkehrsraums an den Rand drängt und
behindert. Glücklicherweise ist er bisher nicht auf die Idee gekommen,
dieses Modell auch auf die Bahn zu übertragen.

Bei der Bahn geht der Trend zum unbequemen Truppentransporter. Ich
fahre seit der ICE 4 im Dienst ist signifikant mehr Auto.
Das stimmt in der Tat, ICE4 und 3(modernisiert) sind ein Tiefpunkt der
Reisekultur.
Meine Bemerkung bezog sich eher darauf, dass gewisse Leute das Modell
Individualverkehr, also Platzverschwendung ohne Ende, auf den
Schienenverkehr übertragen wollen, mit all seinen Auswüchsen. Das
entgegengesetzte Extrem Sardinenbüchse sehe ich als ebenso nicht
erstrebenswert an.
 
S

Sebastin Wolf

Guest
Am 25.11.2021 um 08:54 schrieb Klaus Mueller:
Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> wrote:
Bei der Bahn geht der Trend zum unbequemen Truppentransporter. Ich
fahre seit der ICE 4 im Dienst ist signifikant mehr Auto.

Das stimmt in der Tat, ICE4 und 3(modernisiert) sind ein Tiefpunkt der
Reisekultur.
Einfach falscher Wagen.
 
M

Marc Haber

Guest
Klaus Mueller <usenet-tonne@radwegweg.info> wrote:
Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> wrote:
Bei der Bahn geht der Trend zum unbequemen Truppentransporter. Ich
fahre seit der ICE 4 im Dienst ist signifikant mehr Auto.

Das stimmt in der Tat, ICE4 und 3(modernisiert) sind ein Tiefpunkt der
Reisekultur.
Und so wird es weitergehen.

Grüße
Marc
--
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M

Marc Haber

Guest
Sebastin Wolf <invaild@invaild.net> wrote:
Am 25.11.2021 um 08:54 schrieb Klaus Mueller:
Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> wrote:
Bei der Bahn geht der Trend zum unbequemen Truppentransporter. Ich
fahre seit der ICE 4 im Dienst ist signifikant mehr Auto.

Das stimmt in der Tat, ICE4 und 3(modernisiert) sind ein Tiefpunkt der
Reisekultur.

Einfach falscher Wagen.
In der ersten Klasse ist dasselbe untaugliche Sitzkonzept verbaut,
allerdings mit einem Abstand, das einem auch mit > 190 cm erlaubt, die
\"Verstellung\" zu benutzen. IN der zweiten KLasse gibt es mit langen
Oberschenkeln nur eine Sitzposition.

--
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C

Christoph Müller

Guest
Am 24.11.2021 um 21:07 schrieb Sieghard Schicktanz:
Hallo Christoph Müller,
Du schriebst am Wed, 24 Nov 2021 12:53:20 +0100:

Investoren interessieren sich nicht für Stroh sondern für Rendite.

Aber nicht für ihr Überleben?

Nein, die meinen, sie könnten mit Geld auch nachher noch alles
bekommen..
So wird\'s wohl sein.

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 24.11.2021 um 21:54 schrieb Hanno Foest:
On 24.11.21 17:14, Christoph Müller wrote:

Im Übrigen ist der MIV genau genommen gar kein Problem. Die Probleme
sind die Umweltschäden, die damit angereichert werden. Was aber,
wenn man dafür sorgt, dass genau diese Schadensanreicherung ein Ende
hat? Ist der MIV dann immer noch genauso böse?

Die ist systemimmenent.

Ich behaupte, dass dem NICHT so ist.

Du behauptest viel, wenn der Tag lang ist.
Ich stelle Thesen auf, denen mit Antithesen begegnet werden sollte, um
so zu einer Synthese zu kommen.

Flächenverbrauch,

Man kann Fahrzeuge als Wohungsbestandteile konzipieren. So lange sie
stehen, sind sie dann weg von der Straße.

Und in der Wohnung nehmen sie keinen Platz weg? Ah ja.
Deinem angeschlagenen Ton nach zu schließen, liegt dein Interesse vor
allem darin, irgendwelche Vorwürfe los zu werden. An Gutem scheinst du
kein Interesse zu haben.

Es NICHT darum, die Fahrzeuge IN die Wohnung zu stellen, sondern sie AN
die Wohnung anzuflanschen. Das ergibt dann einen Raum MEHR statt
weniger. Jedenfalls, so lange das Fahrzeug daheim ist. Etwaige
Arbeitgeber könnten sich ähnlich verhalten. Dann ist das Auto
abwechselnd Wohnungsbestandteil und mal Bestandteil des Arbeitsplatzes.
Dazwischen wird gefahren.

nicht lebenswerte Städte,

woran hakt\'s?

https://www.google.com/search?client=firefox&q=autos+st%C3%A4dte+lebensqualit%C3%A4t
Selber kannst du nichts erklären?

> Hast du dich schon mal mit dem Thema Verkehr beschäftigt?

Vielleicht sogar schon länger als du lebst.

Müllproduktion durch alle 10 Jahre ein neues Auto, etc.

Die Autoindustrie stellt seit Langem auf wiederverwertbare und
recycelte Stoffe um.

Jaja sicher. Grüner Punkt aufs Auto, und alles ist paletti. Weil ja
alles, was die Industrie greenwashing-mäßig verspricht, stimmt.
Kannst du auch mal IRGENDETWAS Produktives beitragen? Es geht hier nicht
um Greenwashing, sondern um eine lebenswerte Zukunft für die ganze
Menschheit.

Was du hier machst, ist vor allem, SCHLECHTE Laune zu verbreiten, OHNE
dass dadurch die Absicht erkennbar wäre, irgendetwas zum Besseren zu
wenden. Selig, die GUTEN Willens sind ... wusste man schon vor über 2000
Jahren.


--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 24.11.2021 um 22:00 schrieb Hanno Foest:
On 24.11.21 20:27, Christoph Müller wrote:

\"Man schlägt nicht nach der Hand, wo Brot gibt\" heißt es gerne. Der
MIV ist eine der zentralen Wirtschaftssäulen Deutschlands. Willst du
ihn abschaffen - wovon soll Deutschland dann leben?

Hieß es von der Kohle auch mal. Strukturwandel ist die Antwort.

Strukturwandel ist nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn man gar
nicht weiß, wohin die Reise gehen soll. In welche Richtung sollen sich
unsere Strukturen also entwickeln?

Sinnvollerweise in eine, welche nicht unsere Lebensgrundlagen zerstört.
Wegwerfgesellschaft funktioniert nicht auf Dauer.
Schau\' mal aus dem Fenster. Da gibt es massenhaft Zeug, das die Natur
\"wegwirft\". Jedes Jahr bekommen die Bäume neue Blätter. Die alten werden
im Herbst weggeworfen. Das Spielchen kann man SEHR weit treiben.

Das Problem ist NICHT die Wegwerfgesellschaft, sondern die
SCHADENSANHÄUFUNG! Das ist eine komplett andere Baustelle.

> Fallen dir echt keine Alternativen ein?

Alternativen schon. Darum geht\'s nicht. Es geht um BRAUCHBARE
Alternativen. Da wird die Luft dann schon dünner.

Was machen eigentlich die ganzen
Länder ohne Autoindustrie?
Die haben sich vermutlich auf Anderes spezialisiert. Deutschland hat
sich aber nun mal aufs Auto spezialisiert. Diese Spezialisierung
scheinst du abschaffen zu wollen, um sie durch Anderes zu ersetzen. Was
könnte dieses \"Andere\" sein? DAS war meine Frage. Nichts? Einfach nur
haufenweise Arbeitslose irgendwie durchfüttern? Damit würden wir schnell
auf das Niveau von Entwicklungsländern zurück fallen. Also müssen
Alternativen her. WELCHE könnten das sein? Die Umstellung müsste auch
noch so erfolgen, dass es nicht zu größeren Brüchen kommt, weil dann die
Leute auf die Straße gehen. Ist der Bruch zu heftig, kann\'s auch zu
einem Bürgerkrieg kommen. Ein solcher wird mit Sicherheit erheblich
zukunftsschädlicher sein als eine Autoindustrie, die ihre
Schadensanreicherung abstellt.

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 
G

Gerrit Heitsch

Guest
On 11/25/21 10:38 AM, Christoph Müller wrote:
Am 24.11.2021 um 22:00 schrieb Hanno Foest:
On 24.11.21 20:27, Christoph Müller wrote:

\"Man schlägt nicht nach der Hand, wo Brot gibt\" heißt es gerne. Der
MIV ist eine der zentralen Wirtschaftssäulen Deutschlands. Willst
du ihn abschaffen - wovon soll Deutschland dann leben?

Hieß es von der Kohle auch mal. Strukturwandel ist die Antwort.

Strukturwandel ist nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn man gar
nicht weiß, wohin die Reise gehen soll. In welche Richtung sollen
sich unsere Strukturen also entwickeln?

Sinnvollerweise in eine, welche nicht unsere Lebensgrundlagen
zerstört. Wegwerfgesellschaft funktioniert nicht auf Dauer.

Schau\' mal aus dem Fenster. Da gibt es massenhaft Zeug, das die Natur
\"wegwirft\". Jedes Jahr bekommen die Bäume neue Blätter. Die alten werden
im Herbst weggeworfen. Das Spielchen kann man SEHR weit treiben.
Die Natur beherrscht Recycling und das sehr gut. Was der eine wegwirft
dient einem anderen als Resource. Teilweise mit sehr langen Zyklen. Das
ist in der Wegwerfgesellschaft bisher nicht der Fall.

Gerrit
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 24.11.2021 um 21:26 schrieb Sieghard Schicktanz:
Hallo Christoph Müller,
Du schriebst am Wed, 24 Nov 2021 16:45:55 +0100:

Je nach konkreter Situation. Weil man sehr wahrscheinlich für Abfahrt
und Ankunft Gebühren in der Gegend von 1 Stunde Parkhaus zu bezahlen
hat, wird man eher die längeren Strecken damit fahren. Dann fallen

Weil man Gebühren zu bezahlen hat, wird man mit Deinem Railtaxi fahren?
Wie passt das zusammen?
Drücke ich mich denn wirklich so unverständlich aus?

diese Gebühren nicht mehr so ins Gewicht. Die Fahrstrecke wird
höchstwahrscheinlich weniger als 20 ct/km kosten. Da kostet oft schon
der Treibstoff eines normalen Autos mehr.

Mal nachrechnen: 20¢/km entspricht 20€/100km. Bei 2€/l Treibstoff wären
das 10l/100km - na, ich weiß nicht, ob da nicht doch das Auto im
Vorteil ist. Und elektrisch schaut\'s noch schlechter aus: 30¢/kWh und
\"sowas um\" 20kWh/100km gibt 6€/100km oder 6¢/km.
Rechnen wir mal nach:
6l/100km -> macht bei 2€/l 12€/100km bzw. 12ct/km nur für Treibstoff.
E-Auto kostet nur 6ct/km. Ist also günstiger und nicht schlechter.

Noch günstiger wird\'s wenn das Auto an der eigenen PV-Anlage geladen
werden kann. Hier was zu Entwicklung der Kosten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik#/media/Datei:DOE_2016._Cost_Reductions_Since_2008.jpg
Und Stromgestehungskosten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik#/media/Datei:Stromgestehungskosten_Deutschland_2018_laut_Fraunhofer_ISE.png

Die wahren Kosten pro km sind natürlich höher. Insbesondere wegen
Wertverlust. Diesbezüglich ist diese Seite des ADAC erhellend:
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/autokosten/elektroauto-kostenvergleich/

Was kostet eigentlich der km per Taxi? Immerhin soll ja auf der Schiene
in Taximanier gefahren werden.

Du argumentiert mit dem geringeren Rollwiderstand von Rad/Schiene
aber dagegen steht das Gewicht des Railtaxis.

(Das Gewicht ist da nicht so relevant, eher der Luftwiderstand.)
Richtig. Deshalb ist das Fahren im zugähnlichen Konvoi mit Nullabstand
auch so wichtig. Die Konvois werden unterwegs zusammen gestellt. Dafür
sind kleinere Abweichung von 130 km/h vorgesehen.

...
erkennen, dass man mit Auto + Railtaxi sogar sehr deutlich weniger
Energie benötigt. Dazu kommt auch waggonähnliches Windschattenfahren
im Nullabstand.

Ersteres solltest Du nochmal prüfen; letzteres könnte _eventuell_ einen
Teil der Verluste wiedergutmachen - aber nur bei passender Gestaltung
Deiner Fahrzeuge.
Rollreibung und Luftwiderstand sind noch lange nicht alles. Es geht auch
um die Abwärmenutzung sowie die speicherlose Nutzung von Sonnen- und
Windenergie. Was am Ende zählt, ist weniger der Energiebedarf, sondern
die vermiedene Umwelt- und Sozialschadensanreicherung. Vor diesem
Hintergrund ist der Energiebdarf nur Nebengeplänkel.

Wie schonmal geschrieben, wenn die als rasender
Gebirgszug durch die Landschaft brausen, wird der Luftwiderstand kaum
besser sein als wenn sie einzeln führen.
Doch. Denn die Wirbelschleppen sind ziemlich lang. Was du meinst, ist
der Luftwiderstand bei heftigem Seitenwind.

Die Party - da geht es darum, wie man möglichst fix mit möglichst
wenig Umweltbelastung dem landgebundenen Verkehr die
Umweltschadensanreicherung austreiben kann. Will man also das
1,5°-Ziel erreichen oder geht\'s da nur um billige Dampfplaudereien?

Letzteres, IMHO. Das \"Ziel\" ist doch schon längst unerreichbar, alle
auch nur einigermaßen ernstzunehmenden Studien und Untersuchungen
zeigen das allenfalls als allerunterstes zu erwartendes Minimum.
Mit dem Astrail-Konzept könnte man schon etwas optimistischer sein.
Kennt halt kaum jemand. Ist die Idee gut, dann sollte sie sich auch ohne
großes Werbebudget verbreiten. Ist sie schlecht, dann säuft sie eben ab.
Dann bleibt\'s beim Pessimismus.

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 25.11.2021 um 10:42 schrieb Gerrit Heitsch:
On 11/25/21 10:38 AM, Christoph Müller wrote:
Am 24.11.2021 um 22:00 schrieb Hanno Foest:

Sinnvollerweise in eine, welche nicht unsere Lebensgrundlagen
zerstört. Wegwerfgesellschaft funktioniert nicht auf Dauer.

Schau\' mal aus dem Fenster. Da gibt es massenhaft Zeug, das die Natur
\"wegwirft\". Jedes Jahr bekommen die Bäume neue Blätter. Die alten
werden im Herbst weggeworfen. Das Spielchen kann man SEHR weit treiben.

Die Natur beherrscht Recycling und das sehr gut.
Wir haben also noch viel zu lernen.

Was der eine wegwirft
dient einem anderen als Resource. Teilweise mit sehr langen Zyklen. Das
ist in der Wegwerfgesellschaft bisher nicht der Fall.
Darauf werden wir aber hin arbeiten müssen. Heute steht in unserem
Lokalblatt, dass die Bayernoil Klärschlamm zu Benzin, Diesel und Kerosin
verarbeiten will. Zielgröße: 400.000 Tonnen pro Jahr.

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 
M

Michael Zink

Guest
On Tue, 23 Nov 2021 10:31:25 +0100, Christoph Müller wrote:

Im Übrigen geht es tatsächlich um riesige Summen. Was kostet z.B. die
Finanzierung von ca. 300.000 Beschäftigen, die auf der Straße stehen,
wenn die Eisenbahn pleite geht? Will man sich da in Bescheidenheit üben
und nur Spielzeug zur Unterhaltung bauen?
Kannst Du mir da mal was erklären?

Du gehts davon aus, daß irgendwann die Wahl besteht zwischen viel
Verkehr per autonomen Autos oder per autonomer Schienenfahrzeuge.

Ich glaube aus versch. Gründen nicht daran, aber darüber werden wir
uns eh nicht einig. Gehen wir also davon aus, es wäre doch so.

Wo soll denn für Tfs, Zubs, Fahrkartenverkäufer etc. der Unterschied
der beiden Szenarien liegen? In ihren aktuellen Tätigkeiten werden sie
so und so nicht mehr gebraucht.

Wo soll der Unterschied für das Werkstattpersonal liegen, ob sie jetzt
von der Reparatur von Zügen auf die Reparatur von neuen kleinen
Schienenfahrzeugen oder neuer kleiner Straßenfahrzeugen umsteigen?

Wo soll der Unterschied für Verwaltungspersonal etc. liegen, ob
Personal für Verwaltung etc. von Schienen- oder Straßenfahrzeugen
gebraucht werden?

Warum sollen also bei einem Szenario 300.000 Beschäftigte arbeitslos
werden, beim anderen aber nicht?

Auf Wiederlesen

Michael
 
H

Hanno Foest

Guest
Am 25.11.21 um 10:30 schrieb Christoph Müller:

Die ist systemimmenent.

Ich behaupte, dass dem NICHT so ist.

Du behauptest viel, wenn der Tag lang ist.

Ich stelle Thesen auf, denen mit Antithesen begegnet werden sollte, um
so zu einer Synthese zu kommen.
Die Antithese ist: Nein.

Flächenverbrauch,

Man kann Fahrzeuge als Wohungsbestandteile konzipieren. So lange sie
stehen, sind sie dann weg von der Straße.

Und in der Wohnung nehmen sie keinen Platz weg? Ah ja.

Deinem angeschlagenen Ton nach zu schließen, liegt dein Interesse vor
allem darin, irgendwelche Vorwürfe los zu werden.
Meinem angeschlagenen Ton nach zu schließen geht mir dummes Zeug auf den
Senkel.

Es NICHT darum, die Fahrzeuge IN die Wohnung zu stellen, sondern sie AN
die Wohnung anzuflanschen.
Ich finde ja, man sollte einfach die Lufttaxis über der Wohnung schweben
lassen.
nicht lebenswerte Städte,

woran hakt\'s?

https://www.google.com/search?client=firefox&q=autos+st%C3%A4dte+lebensqualit%C3%A4t

Selber kannst du nichts erklären?
Was muß man dir sonst noch erklären? Daß Wasser nass ist?

Hast du dich schon mal mit dem Thema Verkehr beschäftigt?

Vielleicht sogar schon länger als du lebst.
Ist schon mal was dabei herausgekommen?

Da es gerade gestern bei mir vorbeikam, hier mal ein illustrierendes
Filmchen:

https://twitter.com/humantransit/status/1463282771414061059

Was man in Holland dagegen getan hat:

https://twitter.com/bennileemhuis/status/1463283865372536833

Was sonst so in Europa in der Mache ist:

https://www.derstandard.de/story/2000131186938/welche-staedte-bald-autos-verbannen-wollen

Hast du noch nie davon gehört?

Müllproduktion durch alle 10 Jahre ein neues Auto, etc.

Die Autoindustrie stellt seit Langem auf wiederverwertbare und
recycelte Stoffe um.

Jaja sicher. Grüner Punkt aufs Auto, und alles ist paletti. Weil ja
alles, was die Industrie greenwashing-mäßig verspricht, stimmt.

Kannst du auch mal IRGENDETWAS Produktives beitragen?
Die falschen Propheten zu entlarven IST produktiv.

Kannst du denn irgendwas Produktives beitragen?

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
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