Wägezellen mit 3 Leiteranschluß auswerten...

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Marte Schwarz

Guest
Hi Wolfgang,

Ein LTC1050 kostet auch nur 5€ und hat nochmal 20fach weniger
Drift (typ 10nV/K), da kämpft man dann ehr mit Thermospannungen.
HEy! Endlich mal wieder Thermospannungen über Temperaturgradienten
von wenigen µK!
Jeder Brückenzweig hat 2x1kOhm. Bei 5V Speisung 12,5mW je Zweig.

Wenn man die 5V mit Dauerstrom betreibt schon. Aber wer braucht das?

> aufgeklebte DMS ist gekühlt, der Referenzzweig mit 2x1kOhm nicht.

Wenn ich es recht verstanden hatte, steht ein zweites Wägezellenmodul
zur Verfügung, das die zweite Brückenhälfte stellen soll. Alles andere
ist ohnehin Käse.

> Ich fürchte, der Unterschied ist somit mehr wie wenige µK.

Und selbst dann sind das Temperaturdriften, aber keine Thermospannungen.

Marte
 
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Peter Heitzer

Guest
Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> wrote:
Hi Peter,
Bei Belastung mit geschätzt 20-50 N

Was heißt geschätzt?

Aus alten Akkupacks habe ich auch noch ein paar OP293 in SO8. Die dürften
sogar mit Single-supply funktionieren.

Was willst Du hier mit Single-Supply? Dein Arbeitspunkt liegt ziemlich
gut in der Mitte der Versorgungsspannung. Wenn Du also keine Ausschläge
bis an die Rails brauchst, kann Dir das völlig egal sein, egal wohin Du
Dein Bezugspotential legst.

Marte
Ein OP07 möchte aber immer gerne mit +/- versorgt werden, damit er gut
funktioniert. Sicher kann man einen virtuellen Nullpunkt mit einem 1:1
Spannungsteiler verwenden, aber bei OPAmps wie LM358 oder dem OP293
braucht es das nicht.


--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de
 
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Marte Schwarz

Guest
Hi Peter,

Was willst Du hier mit Single-Supply? Dein Arbeitspunkt liegt ziemlich
gut in der Mitte der Versorgungsspannung. Wenn Du also keine Ausschläge
bis an die Rails brauchst, kann Dir das völlig egal sein, egal wohin Du
Dein Bezugspotential legst.

Ein OP07 möchte aber immer gerne mit +/- versorgt werden, damit er gut
funktioniert.

Dem OP07 ist es schnurz, wo Du Dein Bezugspotential hin definierst.
Dieses Potential kennt der gar nicht. Der bekommt eine positive Spannung
an Pin 7 und eine negative an Pin 4. Die Potentialdifferenz dieser
beiden Pins ist mit 6 V bis 36 V spezifiziert.
https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/op07.pdf
Die möglichen Ausgangsspannungen sind leider nur für 30 V
Versorgungsspannung definiert. Versprechen tut uns Analog Devices
(neuerdings TI) nur, dass er dann zwischen 3 V und 27 V Ausgangsspannung
ausgeben kann. Das ist dann in der Regel auch kongruent zum minmalen
Bereich der Betriebsspannung von 6 V. Wie sollte man das Teil sinnvoll
betreiben können, wenn die Ausgangsspannungen um die 3 V vom Rail
entfernt nur garantiert werden ;-)
Letztlich stammt der OP07 einfach aus einer anderen Zeit...

Sicher kann man einen virtuellen Nullpunkt mit einem 1:1
Spannungsteiler verwenden, aber bei OPAmps wie LM358 oder dem OP293
braucht es das nicht.

Das ist falsch. Bei denen ist nur der Arbeitsbereich von Ein- und
Ausgängen viel asymmetrischer definiert. Die Ausgangstufe von LM324 /
358 ist insbesondere, wenn Strom gegen V- gezogen werden muss, ein
bisschen speziell. So lange Du aber die untere Seite der Ausgangsstufe
gar nicht benötigst, weil Dein Lastwiderstand gegen das Potential des
negativen Versorgungsspannungsanschluß liegt, kann man auch mit dem
wunderbar unter 5 mV kommen. Warum auch nicht.
Letztendlich sind die LM324/358 eben darauf hin konstruiert im Bereich
der unteren Versorgungsspannung zu arbeiten, während an der oberen
Versorgungsspannung ein harte Grenze von zwei Basis-Emitterstrecken ist.
Wenn man nun GND auf die untere Versorgungsspannung definiert, dann
kommt man eben mit dem Arbeitsbereich dieses Typs bis (nah) an dieses
GND hin. In der Praxis können die Darlington-PNP-Eingänge sogar knapp
unterhalb der unteren Versorgungsspannung noch sinnvoll arbeiten, auch
wenn das in keinem Datenblatt spezifiziert ist. Ebenso geht die
Ausgangsspannung bei 5V Betriebspannung immer über 3,7 V in der Regel
sogar über 3,8 V. Mir ist noch kein LM324 unter gekommen, der weniger
als 3,7 V liefern würde, selbst wenn im Datenblatt nur 3,5 V versprochen
werden. Wir machen das im Praktikum mit allen Studierenden und haben
daher einen regelmäßigen Durchsatz an LM324 unterschiedlicher Hersteller
(die Studis nehmen ihre Bauteile mit nach Hause, ich hab bei den Preisen
keinen Bock auf defekte verbogene Ware im Sortiment).

Letztlich kennen alle von Dir genannten OPs nur zwei
Versorgungsspannungen und haben keine Ahnung, wo Du GND hin definierst.
Single-Supply und Dual-Supply sind lediglich unglückliche Chiffren für
die Lage der sinnvollen Arbeitsbereiche.

Marte
 

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