Warum ist die (private) Fotovoltaik am Ende?...

S

Sieghard Schicktanz

Guest
Hallo Volker Staben,

Du schriebst am Tue, 25 Jan 2022 17:17:56 +0100:

Eine feste cäsiumnormalstabile Netzfrequenz wäre seit vielen
Jahrzehnten schon möglich gewesen, weit vor dem Fortschritt bei
Wechselrichtern mit den heutigen Leistungsbauelementen.

Habe ich das dann falsch verstanden, daß die Netzfrequenz
hierzulande schon lange auf UTC synchronisiert und damit (bisher)
\"cäsiumnormalstabil[]\" wäre? (Inzwischen sollten sogar schon neuere,
noch stabilere Frequenznormale in Betrieb sein.)
Alle Änderungen der Netzfrequenz sollten dann mehr oder weniger zügig
ausgeregelt werden, wobei die kurzfristigen Schwankungen im
wensentlichen die Lastschwankungen wiedergeben und zu deren Ausregelung
benutzt werden.

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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Volker Staben

Guest
Am 25.01.22 um 19:29 schrieb Heinz Schmitz:
Wie sieht es denn dann aus, wenn in der Niederspannungszelle soviel
\"erneuerbare\" Energie erzeugt wird, dass sie in die nächst höhere
Netztebene drücken möchte? Führen sich die Wechselrichter dann selbst?

Dann wird keine Energie erzeugt, weil kein Strom fließt.

Unsinn. Dem Ortsnetztransformator ist das Vorzeichen des Lastflusses
völlig egal.

Dem Trafo schon, aber wer steuert die netzgesteuerten Wechselrichter?
Die Schwarmintelligenz?

Was legt denn die Bezeichnung \"netzgesteuerter Wechselrichter\" nahe?

Die korrektere Bezeichnung wäre übrigens \"netzgeführt\". Und ein
netzgeführter Wechselrichter heißt genau deswegen so, weil er
tatsächlich vom Netz geführt wird. Die reale (variable) Netzfrequenz ist
Führungsgröße einer PLL.

V.
 
V

Volker Staben

Guest
Am 25.01.22 um 21:19 schrieb Sieghard Schicktanz:
Eine feste cäsiumnormalstabile Netzfrequenz wäre seit vielen
Jahrzehnten schon möglich gewesen, weit vor dem Fortschritt bei
Wechselrichtern mit den heutigen Leistungsbauelementen.

Habe ich das dann falsch verstanden, daß die Netzfrequenz
hierzulande schon lange auf UTC synchronisiert und damit (bisher)
\"cäsiumnormalstabil[]\" wäre?

Das, was Christoph mit \"fixe Netzfrequenz\" meinte, ist vermutlich etwas
anderes - nämlich eine feste, auf die 6. bis 9. Nachkommastelle gemessen
keinerlei zeitlichen Schwankungen unterworfene konstante Netzfrequenz
von immer 50,0000000000 Hz. Also eine Netzzeit, die zu jedem beliebigen
Zeitpunkt maximal eine Nanosekunde oder so falsch geht. Damit würde aber
logischerweise der Ausgleich des schwankenden Lastbedarfs durch die
Primärregelung etc. nicht mehr funktionieren - denn die ist schließlich
daran gebunden, dass sich die Netzfrequenz ändern können muss.

Die Netzzeit ist tatsächlich im langfristigen Mittel an UTC gekoppelt.
Die Übereinstimmung mit UTC wird dadurch erreicht, dass bei zu großen
positiven wie negativen Abweichungen der Netzzeit von UTC der Sollwert
der Netzfrequenz auf 49,990 Hz bzw. 50,010 Hz verändert wird.
Verantwortlich für diese Aufgabe sind Swissgrid im Süden und Amprion im
Norden:

https://www.swissgrid.ch/de/home/operation/regulation/frequency.html

Derzeit beträgt die sog. Netzzeitabweichung ca. -30 Sekunden:

https://www.swissgrid.ch/de/home/operation/grid-data/current-data.html

Die Netzzeit kann aber durchaus sehr viel größere Abweichungen von UTC
haben, wie ab Januar 2018 geschehen. Ein Verbundnetzpartner (SMM) wollte
wohl die anderen Verbundnetzpartner beklauen und hat systematisch zu
wenig Fahrplanleistung und Regelleistung eingespeist, wodurch die
Netzfrequenz für relativ lange Zeit im Mittel unter 50 Hz lag.

Ich nehme an, dass die anderen Verbundnetzpartner das bemerkt haben,
miteinander telefoniert haben und zu der Übereinkunft gekommen sind, die
fehlende Leistung nicht per Primärregelleistung auszugleichen und
dadurch das zu bezahlen, was SMM geklaut hat - wir erinnern uns: die
Bereithaltung von Primärregelleistung wird nach dem vereinbarten
Leistungsband vergütet, nicht nach der tatsächlich geleisteten Arbeit.
Die von SMM \"eingesparte\" Leistung wurde letztlich durch den
Selbstregeleffekt des Netzes kompensiert, während die Netzfrequenz für
längere Zeit im Mittel deutlich unter 50 Hz lag.

Erst auf politischen Druck hin konnte das Problem behoben werden:

https://www.entsoe.eu/news/2018/03/06/press-release-continuing-frequency-deviation-in-the-continental-european-power-system-originating-in-serbia-kosovo-political-solution-urgently-needed-in-addition-to-technical/

Solche Verstöße gegen die Bilanzkreistreue kommen immer wieder mal vor,
aus verschiedenen Gründen.

Alle Änderungen der Netzfrequenz sollten dann mehr oder weniger zügig
ausgeregelt werden, wobei die kurzfristigen Schwankungen im
wensentlichen die Lastschwankungen wiedergeben und zu deren Ausregelung
benutzt werden.

Streiche den Konjunktiv. Alle Änderungen der Netzfrequenz werden in
einem hierarchischen System (Primärregelung, Sekundärregelung,
Tertiärregelung, langfristige UTC-Synchronität) ausgeregelt. Alle
Änderungen der Netzfrequenz werden durch Lastschwankungen und schnelle
Änderungen der eingespeisten Leistung (z.B. zum Stundenwechsel)
verursacht. Die zeitliche Änderung der (verbundnetzweit i.W. gleichen)
Netzfrequenz ist direkt proportional zur Differenz von verbundnetzweit
insgesamt eingespeister Wirkleistung und verbundnetzweiter Gesamtlast,
wobei der Selbstregeleffekt etwas mithilft, Einspeisung und Bedarf im
Gleichgewicht zu halten.

V.
 
V

Volker Staben

Guest
Am 25.01.22 um 20:40 schrieb Sieghard Schicktanz:
aus Verhältnissen von Werten, die sich zu 0/0,
unendlich*0 und unendlich/unendlich berechnen.

So ist das nun mal mit Grenzfallbetrachtungen.

Nein, so ist das eben nicht mit Grenzfallbetrachtungen. So ist das nur
bei Grenzfallbetrachtungen, die man _nicht_ macht, wenn man nachher aus
allen Wolken gefallen ist.

Nein. De L\'Hospital wendet man sinnvollerweise genau bei allen
Grenzfallbetrachtungen an, die man macht - also bei allen, die man
_nicht_ nicht macht. Den Aufwand kann man sich aber sparen, wenn man
weiß, dass aus prinzipiellen Gründen dieser Grenzfall nicht eintreten
kann. Und wenn man weiß, dass aus praktischen Gründen dieser Grenzfall
unendlich weit weg ist und sein wird.

Na, ich werd\' mich dann mal weiter um eine inselfähige PV-Anlage
kümmern.

Du hast ja auch (zumindest hellgrauen) Humor :) Oder ist das Paranoia?

Wahrlich, högschd interessant, wie jemand, der bisher sinnvoll
diskutiert hat, in reines Geplapper verfallen kann.

Irgendwie scheint Dein Detektor für schwarzen Humor defekt zu sein?

Nee, daß das völlig sinnbefreit war, hab\' ich schon mitbekommen,

Immerhin, ein pädagogischer Erfolg, danke. Soo sinnbefreit war das
nicht. Was tatsächlich sinnbefreit war, war Deine Idee.

deswegen hab\' ich das ja auch weder kommentiert noch zitiert. Aber
Deine Vorstellung von \"schwarze[m] Humor\" scheint defekt zu sein.

Fühlt sich nicht so an. Aber gelegentlich kann ich auf völlig absurde
Ideen nur noch mit etwas noch Absurderem antworten. Übertreibung macht
anschaulich. Man will ja auch ein bisschen Spaß haben bei der Arbeit.

Nun verdrehe bitte nicht die Tatsachen. Die Aufforderung, über den
Grenzfall komplett wegfallender rotierender Massen nachzudenken, weil
oft in solchen Grenzfällen unvermutete Effekte stecken, kommt exakt
von Dir.

Das ist aber was anderes als Dein \"masseloser Stahlblock\"

Nein. Nur geringfügig auf die Spitze getrieben.

elektronische Schaltungen sind normalerweise um Größenordnungen
schneller als stabile Mechanik derselben Leistungsklasse (da muß man
durchaus differenzieren!), und sie werden derzeit mal wieder deutlich
schneller mit GaN und SiC.

Andere Baustelle.

V.
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 25.01.2022 um 20:52 schrieb Sieghard Schicktanz:

>> Überschussstrom aus der Photovoltaik

Warum ist nur der Strom aus PV überschüssig? Überschüssig ist doch nur
der Strom, der mit der Anreicherung von Umweltschäden produziert wird.
Warum soll man solche Anlagen laufen lassen, wenn der nötige Strom schon
von PV-Anlagen geliefert wird, die keine Umweltschäden anreichern?

kann ich doch genausogut tags im
Warmwasser parken, wie die Grundlast nachts anno dazumal.

Naja, im Wasser, auch im warmen, parkt sich\'s schlecht, das gilt auch
für Energie.

Wenn ansonsten Umweltschaden angerichtet werden muss, ist das \"parken\"
im Wasser durchaus sinnvoll. Man kann solchen Strom auch in
energieaufwändigen Produkten \"parken\". Das erspart ebenfalls die
Anreicherung von Umweltschäden.

Zum einen will die da so schnell wie möglich \'raus, und
zum anderen kann man mit der dann nicht mehr viel anfangen, weil sie
sich nicht mehr sinnvoll für andere Zwecke nutzen läßt. Monsieur Carnot
läßt grüßen.

Carnot machte sich große Gedanken um den thermomechanischen
Wirkungsgrad. Unser Kernproblem ist allerdings die Anreicherung von
Umweltschäden. Das ist eine ganz andere Baustelle. Insbesondere vor dem
Hintergrund des immensen Überschussangebots von der Sonne. Der
thermomechanische Wirkungsgrad ist nur eine Hilfsgröße von vielen.

--
Servus
Christoph Müller
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Thomas Prufer

Guest
On Tue, 25 Jan 2022 20:52:20 +0100, Sieghard Schicktanz
<Sieghard.Schicktanz@SchS.de> wrote:

Du schriebst am Tue, 25 Jan 2022 08:39:00 +0100:

Prinzipiell finde ich die Idee von variablen Strompreisen ja schon
vernünftig, aber diese Realisierung?

Sorry, welche Realisierung?

Das Verstecken *aller* Maschinen mit der Eigenschaft \"träge rotierende Masse\"
hinter einem Wechselrichter.

Wie wär\'s denn mit dem \"Nachttarif\", da gibt\'s die Infrastruktur
schon fertig? Der heißt dann nur anders, weil er statt nachts zum

Inzwischen schon praktisch nicht mehr, die meisten Mehrtarifzähler sind
wieder abgebaut, die Rundsteueranlagen funktionieren allenfalls noch
rudimetär, und außerdem ist die ganze Technik völlig veraltet.

Überschussstrom aus der Photovoltaik kann ich doch genausogut tags im
Warmwasser parken, wie die Grundlast nachts anno dazumal.

Naja, im Wasser, auch im warmen, parkt sich\'s schlecht, das gilt auch
für Energie. Zum einen will die da so schnell wie möglich \'raus, und
zum anderen kann man mit der dann nicht mehr viel anfangen, weil sie
sich nicht mehr sinnvoll für andere Zwecke nutzen läßt. Monsieur Carnot
läßt grüßen.

Genau die ist aber eine Eigenschaft des Müllerschen Stromhandelsystems, im
Grenzfall: lieber den Überschussstrom produzieren und verheizen, als ihn nicht
zu produzieren, denn dies spart Primärenergie-Brennstoff.

Und dafür riesige Eingriffe in das besehende Netzregelkonzept? Warum denn nicht
die rudimentär funktionierenden Rundsteueranlagen, und die besthenden Zähler
nutzen? Dazu ist nur eine entsprechender Vertrag nötig -- HT/NT Veträge gab es
und gibt es -- Einspeisung halt statt nachts tags bei Sonne oder sonstwann bei
Wind. Hätte man alles da...

Wie wär\'s denn mit dme anfangen was man hat, und durch einen Vertrag mit zB den
Kunden ausprobieren kann, die Nachtspeicheröfen und Warmwasser-\"Boiler\" mit
einem Zweitarifanschluss bereits haben? Man kann natürlich auch darauf warten,
bis die Leistungs-Frequenzverbindung aufgehoben ist durch flächendeckenden
Einsatz von Wechselrichtern, Inselbildung einzelner Häuser und einem noch zu
entwickelnden Stromhandelssystem aufgehoben ist.

Thomas Prufer
 
H

Hans-Peter Diettrich

Guest
On 1/25/22 2:51 PM, Gerhard Hoffmann wrote:
Die Phasenlage zur Normsekunde legt fest wann der Lade-Sinus zu
erscheinen hat. Die Amplitude des Netzes gibt vor, wieviel
eingespeist werden darf.

Wenn eine Lichtmaschine / Regler / Akku das kann,

Kann sie *nur* als einziger Generator im Bordnetz, wo es *keine* der
genannten Vorgaben/Einschränkungen gibt.

> dann muss es möglich sein.

Und im Stromnetz eben nicht.

DoDi
 
H

Hans-Peter Diettrich

Guest
On 1/25/22 3:29 PM, Carla Schneider wrote:
Hans-Peter Diettrich wrote:

On 1/25/22 11:09 AM, Carla Schneider wrote:

https://de.wikipedia.org/wiki/Supraleitender_Magnetischer_Energiespeicher
Das ist genauso schnell wie eine rotierende Masse, speichert aber
mehr Energie.

Dabei wird aber *ständig* Energie zur Kühlung des Speichers benötigt,
nicht nur wenn er tatsächlich etwas speichert.

Rotierendende Massen brauchen auch staendige Energiezufuhr um die Reibungsverluste
auszugleichen.

Sie müssen aber nicht auf Temperaturen nahe 0 K gehalten werden. Schau
Dir mal passende Kühlmaschinen an...

DoDi
 
H

Hans-Peter Diettrich

Guest
On 1/25/22 2:23 PM, Heinz Schmitz wrote:
Hans-Peter Diettrich wrote:

Dann wird keine Energie erzeugt, weil kein Strom fließt. Die Solarzellen
halten ihre Spannung (wie eine abgeklemmte Batterie), das ist alles.

Das war meine Befürchtung. Es scheint eine Abgabe von Energie in
übergeordnete Netze auszuschliessen. Mit anderen Worten: Ist das
lokale Niederspannungsnetz voll, geht da nix mehr mit \"Erneuerbaren\"?

Das ist doch auch in Ordnung, wenn niemand mehr Energie haben möchte?

Es sieht aber völlig anders aus, wenn da noch ein übergeordnetes Netz
existiert, das möglicherweise gerne mehr Strom haben möchte. Es muß nur
bereit dafür sein und diese Bereitschaft und die Parameter für die
Einspeisung an das NV Netz melden.

Als ganz einfache Lösung: ein separates Referenzsignal (50Hz Sinus) gibt
den Umformern vor, wie sie ins Netz einspeisen können.

DoDi
 
V

Volker Staben

Guest
Am 26.01.22 um 08:39 schrieb Thomas Prufer:
Man kann natürlich auch darauf warten,
bis die Leistungs-Frequenzverbindung aufgehoben ist durch flächendeckenden
Einsatz von Wechselrichtern, Inselbildung einzelner Häuser und einem noch zu
entwickelnden Stromhandelssystem aufgehoben ist.

Warum warten auf etwas, das nicht eintreten wird? Seehr lange Warten
will man letztlich nur dann, wenn man genau nichts anderes will als
warten. Weil es sich in der durch Framing gut geschützten Nische des
unverstandenen Genies so bequem warten lässt? Weil das pure Warten eine
sehr effektive Gegenmaßnahme ist, um sinnvolle Tätigkeiten - vulgo
\"Arbeitstätigkeit\" genannt - zu vermeiden? Man müsste sich ja eventuell
die Hände schmutzig machen, anstatt immer nur zu lamentieren. Oder mal
ein Grundlagenbuch lesen.

V.
 
V

Volker Staben

Guest
Am 26.01.22 um 00:11 schrieb Hans-Peter Diettrich:
Es sieht aber völlig anders aus, wenn da noch ein übergeordnetes Netz
existiert, das möglicherweise gerne mehr Strom haben möchte. Es muß nur
bereit dafür sein und diese Bereitschaft und die Parameter für die
Einspeisung an das NV Netz melden.

Als ganz einfache Lösung: ein separates Referenzsignal (50Hz Sinus) gibt
den Umformern vor, wie sie ins Netz einspeisen können.

Das ist völliger Schwachsinn.

Damit ein netzspeisender Wechselrichter einspeisen kann, muss er nur die
Phasenwinkeldifferenz einer Stromquelle relativ zum aktuellen
Phasenwinkel des Netzes auf null (für Wirkleistungseinspeisung) bzw. 90°
(für Blindleistung) halten. Das ist Aufgabe einer PLL.

Sieh Dir mal in

K. De Brabandere (2006). Voltage and Frequency Droop Control in Low
Voltage Grids by Distributed Generators with Inverter Front-End. PhD
thesis, Katholieke Universiteit Leuven, Leuven, Belgium

Figure 3.12 auf Seite 31 an. Dort ist das prinzipielle Regelschema für
einen netzspeisenden Wechselrichter sehr anschaulich erklärt und man
kann gut nachvollziehen, wie das funktioniert. Das ist nicht kompliziert.

V.
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Tue, 25 Jan 2022 20:40:15 +0100, Sieghard Schicktanz wrote:
Du schriebst am Tue, 25 Jan 2022 12:10:25 +0100:
aus Verhältnissen von Werten, die sich zu 0/0,
unendlich*0 und unendlich/unendlich berechnen.
So ist das nun mal mit Grenzfallbetrachtungen.
Nein, so ist das eben nicht mit Grenzfallbetrachtungen. So ist das nur
bei Grenzfallbetrachtungen, die man _nicht_ macht, wenn man nachher aus
allen Wolken gefallen ist. Na, ich werd\' mich dann mal weiter um eine
inselfähige PV-Anlage kümmern.

Genau. Mach das mal besser. Und berichte bei Bedarf.

Volker
 
O

Ole Jansen

Guest
Am 26.01.2022 um 08:25 schrieb Christoph Müller:


Unser Kernproblem ist allerdings die Anreicherung von
Umweltschäden.

Unser Kernproblem ist die Anreicherung von Bullshit.

Ansonsten würde man erkennen dass es bei Stromversorgung um
Sicherheit, Praktikabilität, Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit
geht und nicht um die religiöse Verehrung einzelner Kennzahlen
wie z.B. Eta.

O.J.
 
V

Volker Staben

Guest
Am 26.01.22 um 10:35 schrieb Ole Jansen:
Am 26.01.2022 um 08:25 schrieb Christoph Müller:

Unser Kernproblem ist allerdings die Anreicherung von Umweltschäden.

Unser Kernproblem ist die Anreicherung von Bullshit.

Ack.

V.
 
A

Axel Berger

Guest
Thomas Prufer wrote:
HT/NT Veträge gab es
und gibt es -- Einspeisung halt statt nachts tags bei Sonne oder sonstwann bei
Wind. Hätte man alles da...

Wird aber nicht genutzt. Die immer wieder diskutierte Waschmaschine ist
natürlich Quatsch, aber die Zahl der Wärempumpen nimmt stetig zu. Wir
haben hier zwei mit 35 und 25 kW Nennleistung. Fußbodenheizung ist
träge, zwei oder drei Stunden Abschaltung könnten wir überbrücken.
Umgekehrt kann unser großer Warmwasserbehälter höher aufgeheizt werden.
Natürlich vergößert das alle Verluste und lohnt sich nur bei
entsprechendem Preis.

Passende Angebote macht der Regionalversorger nicht. Also kommen überall
kurz vor Sonneneaufgang alle Heizungen aus der Nachtabsenkung.


--
/¯\\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 26.01.2022 um 08:39 schrieb Thomas Prufer:
On Tue, 25 Jan 2022 20:52:20 +0100, Sieghard Schicktanz
Sieghard.Schicktanz@SchS.de> wrote:
Du schriebst am Tue, 25 Jan 2022 08:39:00 +0100:

Überschussstrom aus der Photovoltaik kann ich doch genausogut tags im
Warmwasser parken, wie die Grundlast nachts anno dazumal.

Naja, im Wasser, auch im warmen, parkt sich\'s schlecht, das gilt auch
für Energie. Zum einen will die da so schnell wie möglich \'raus, und
zum anderen kann man mit der dann nicht mehr viel anfangen, weil sie
sich nicht mehr sinnvoll für andere Zwecke nutzen läßt. Monsieur Carnot
läßt grüßen.

Genau die ist aber eine Eigenschaft des Müllerschen Stromhandelsystems, im
Grenzfall: lieber den Überschussstrom produzieren und verheizen, als ihn nicht
zu produzieren, denn dies spart Primärenergie-Brennstoff.

Und dafür riesige Eingriffe in das besehende Netzregelkonzept? Warum denn nicht
die rudimentär funktionierenden Rundsteueranlagen, und die besthenden Zähler
nutzen?

Weil das eine ziemlich grobe Angelegenheit ist, die die technischen
Möglichkeiten nicht nutzt und damit für sinnlose und vermeidbare
Schadensanreicherung in unserer Umwelt sorgt.

Dazu ist nur eine entsprechender Vertrag nötig -- HT/NT Veträge gab es
und gibt es -- Einspeisung halt statt nachts tags bei Sonne oder sonstwann bei
Wind. Hätte man alles da...

Als grobe Vorstufe ging\'s sicher. HT/NT kann man als die primitivste
Form von ASTROHS auffassen.

Wie wär\'s denn mit dme anfangen was man hat, und durch einen Vertrag mit zB den
Kunden ausprobieren kann, die Nachtspeicheröfen und Warmwasser-\"Boiler\" mit
einem Zweitarifanschluss bereits haben?

Für sowas ist halt HT/NT etwas zu grob gestuft.

Man kann natürlich auch darauf warten,
bis die Leistungs-Frequenzverbindung aufgehoben ist durch flächendeckenden
Einsatz von Wechselrichtern, Inselbildung einzelner Häuser und einem noch zu
entwickelnden Stromhandelssystem aufgehoben ist.

Ist nicht nötig. Man kann mit Wechselrichtern arbeiten und die
Leistungs-Frequenzverbindung trotzdem belassen. Die kleinste Einheit
kann eine einzelne Zählstelle sein. Dort kann z.B. eine PV-Anlage mit
notstromfähigem Wechselrichter arbeiten. Die Firma Fronius bietet sowas
beispielsweise an.

Ein automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle braucht
man, um den spezifischen Eigenschaften der regenerativen Energieformen
optimal entsprechen zu können. Das Ziel ist dabei, die
Umweltschadensanreicherung generell auf Null zu drücken und nach
Möglichkeit bereits angerichtete Schäden zumindest teilweise wieder in
Ordnung zu bringen.


--
Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller

Guest
Am 26.01.2022 um 10:35 schrieb Ole Jansen:
Am 26.01.2022 um 08:25 schrieb Christoph Müller:

Unser Kernproblem ist allerdings die Anreicherung von Umweltschäden.

Unser Kernproblem ist die Anreicherung von Bullshit.

Davon gibt\'s hier in der Tat jede Menge. Bullshit ist zwar lästig und
bremst viele sinnvolle Aktivitäten aus. Sie stellen das Überleben der
Menschheit allerdings nicht grundsätzlich in Frage. Mit der Anreicherung
von CO2 und anderen Klimagasen sowie jede Menge anderen Müll geht es
allerdings schon ans Eingemachte, weil sich das zunehmend auf unsere
unmittelbare Ernährung auswirkt. Bodenerosion, fruchtbare Böden
verschwinden, Gegenmaßnahmen fressen immer größere Ressourcen, ... Für
die Selbstvernichtung wird richtig viel Geld ausgegeben -> Das Militär
weltweit hat inzwischen eine Schlagkraft, mit der die Menschheit gleich
mehrfach ausgerottet werden kann und so Manche meinen tatsächlich, dass
dieser Aufwand noch immer nicht reicht und die Militärausgaben noch
weiter nach oben geschraubt werden müssen. Wir brauchen nicht mal
durchgeknallte Politiker, damit uns das Ganze um die Ohren fliegt. Es
genügt eine Verkettung unglücklicher Umstände. Google mal nach \"Krieg
aus Versehen\"...
\"Unglückliche Umstände\" kann man natürlich mit reichlich Bullshit
natürlich auch herausfordern. Das ist den meisten Bullshit-Schreibern
leider nicht klar.

Ansonsten würde man erkennen dass es bei Stromversorgung um
Sicherheit, Praktikabilität, Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit
geht und nicht um die religiöse Verehrung einzelner Kennzahlen
wie z.B. Eta.

Am Ende geht\'s immer um das gute Überleben der Menschheit. Wenn nicht,
gibt\'s regelmäßig Zoff. Vor diesem Hintergrund sollte man stets das
menschengemachte Schadenspotenzial in Form von Waffen im Hinterkopf
behalten. Genauso natürlich auch die Wirkungen der \"Nebenprodukte\"...

--
Servus
Christoph Müller
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Ole Jansen

Guest
Am 26.01.2022 um 16:35 schrieb Christoph Müller:
Am 26.01.2022 um 10:35 schrieb Ole Jansen:
Am 26.01.2022 um 08:25 schrieb Christoph Müller:

Unser Kernproblem ist allerdings die Anreicherung von Umweltschäden.

Unser Kernproblem ist die Anreicherung von Bullshit.

Davon gibt\'s hier in der Tat jede Menge.... Sie stellen das Überleben der
Menschheit allerdings nicht grundsätzlich in Frage. Mit der Anreicherung
von CO2 und anderen Klimagasen sowie jede Menge anderen Müll geht es
allerdings schon ans Eingemachte...das Militär weltweit hat inzwischen eine
Schlagkraft, mit der die Menschheit gleich mehrfach ausgerottet werden kann...
Wir brauchen nicht mal durchgeknallte Politiker, damit uns das Ganze um die
Ohren fliegt. \"Unglückliche Umstände\" kann man natürlich mit reichlich Bullshit
natürlich auch herausfordern. Das ist den meisten Bullshit-Schreibern
leider nicht klar.

Am Ende geht\'s immer um das gute Überleben der Menschheit.

Erst mal gehts mir um mein eigenes und möglichst angenehmes
Überleben. Was dabei nicht hilft kauf ich nicht.

O.J.
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 26.01.2022 um 16:56 schrieb Ole Jansen:
Am 26.01.2022 um 16:35 schrieb Christoph Müller:
Am 26.01.2022 um 10:35 schrieb Ole Jansen:
Am 26.01.2022 um 08:25 schrieb Christoph Müller:

Unser Kernproblem ist allerdings die Anreicherung von Umweltschäden.

Unser Kernproblem ist die Anreicherung von Bullshit.

Davon gibt\'s hier in der Tat jede Menge.... Sie stellen das Überleben der
Menschheit allerdings nicht grundsätzlich in Frage. Mit der
Anreicherung von CO2 und anderen Klimagasen sowie jede Menge anderen
Müll geht es allerdings schon ans Eingemachte...das Militär weltweit
hat inzwischen eine Schlagkraft, mit der die Menschheit gleich
mehrfach ausgerottet werden kann...
Wir brauchen nicht mal durchgeknallte Politiker, damit uns das Ganze
um die Ohren fliegt. \"Unglückliche Umstände\" kann man natürlich mit
reichlich Bullshit
natürlich auch herausfordern. Das ist den meisten Bullshit-Schreibern
leider nicht klar.

Am Ende geht\'s immer um das gute Überleben der Menschheit.

Erst mal gehts mir um mein eigenes und möglichst angenehmes
Überleben. Was dabei nicht hilft kauf ich nicht.

Wie weit gehst du für deinen Eigennutz? Du brauchst Rohstoffe. Wie viele
Dörfer dürfen dabei drauf gehen? Wie vielen Menschen darfst du die
Lebensgrundlagen entziehen? Wie viele dürfen dafür vergiftet werden? Wie
viele dürfen verhungern? Wie vielen darf Bildung vorenthalten werden?
Was ist für dich erträglich, um ein angenehmes Leben zu haben?

--
Servus
Christoph Müller
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Volker Bartheld

Guest
On Wed, 26 Jan 2022 16:56:46 +0100, Ole Jansen wrote:
Am 26.01.2022 um 16:35 schrieb Christoph Müller:
Am Ende geht\'s immer um das gute Überleben der Menschheit.
Erst mal gehts mir um mein eigenes und möglichst angenehmes
Überleben. Was dabei nicht hilft kauf ich nicht.

Das wissen wir bereits. Christoph geht es ja ebenfalls nicht um das gute
Überleben der Menschheit, sondern um das Dreschen von immer denselben
staubigen Phrasen, die, selbst wenn ihre Umsetzung sinnvoll, angemessen
und wirksam wäre, seit 20 Jahren jeglicher Akzeptanz entbehren. Damit seid
ihr - zumindest was die o. g. Fragestellung betrifft - gleichauf und könnt
euch ausklinken. Die Menschheit wird hoffentlich andere Wohltäter finden
und wenn nicht, ist es auch nicht sonderlich schade.

Vol\"Klingt misantropisch, ist aber so.\"ker
 

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