Warum ist die (private) Fotovoltaik am Ende?...

T

Thomas Prufer

Guest
On Wed, 26 Jan 2022 11:05:39 +0100, Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> wrote:

Thomas Prufer wrote:
HT/NT Veträge gab es
und gibt es -- Einspeisung halt statt nachts tags bei Sonne oder sonstwann bei
Wind. Hätte man alles da...

Wird aber nicht genutzt. Die immer wieder diskutierte Waschmaschine ist
natürlich Quatsch, aber die Zahl der Wärempumpen nimmt stetig zu. Wir
haben hier zwei mit 35 und 25 kW Nennleistung. Fußbodenheizung ist
träge, zwei oder drei Stunden Abschaltung könnten wir überbrücken.
Umgekehrt kann unser großer Warmwasserbehälter höher aufgeheizt werden.
Natürlich vergößert das alle Verluste und lohnt sich nur bei
entsprechendem Preis.

Passende Angebote macht der Regionalversorger nicht. Also kommen überall
kurz vor Sonneneaufgang alle Heizungen aus der Nachtabsenkung.

Dann wär halt die Frage: warum gibt es keine passenden Angebote? Denn HT/NT war
ein einfachstes Stromhandelssystem, und dies ist praktisch aufgegeben. Warum?

Ich behaupte mal: ließe sich mit solchen passenden Angeboten Geld verdienen,
würde es gemacht werden. Also: ist es aus Sachzwängen nicht rentabel? Oder: die
Rahmenbedingungen der Abrechnung lassen dieses \"Geld verdienen\" nicht zu? Also
im weitesten Sinn der politische Rahmen...


Thomas Prufer
 
S

Sieghard Schicktanz

Guest
Hallo Thomas Prufer,

Du schriebst am Wed, 26 Jan 2022 08:39:05 +0100:

Prinzipiell finde ich die Idee von variablen Strompreisen ja schon
vernünftig, aber diese Realisierung?

Sorry, welche Realisierung?

Das Verstecken *aller* Maschinen mit der Eigenschaft \"träge
rotierende Masse\" hinter einem Wechselrichter.

Ahso. Naja, und was gefällt Dir dann daran nicht, wenn \"man\" das machen
wollte?

Wie wär\'s denn mit dem \"Nachttarif\", da gibt\'s die Infrastruktur
....
Genau die ist aber eine Eigenschaft des Müllerschen
Stromhandelsystems, im Grenzfall: lieber den Überschussstrom
produzieren und verheizen, als ihn nicht zu produzieren, denn dies
spart Primärenergie-Brennstoff.

_Wenn_ der Strom wirklich im Überfl|schu0 verfügbar sein sollte und
partout nicht anders genutzt werden könnte, könnte man durchaus auch
daran denken,.

> Und dafür riesige Eingriffe in das besehende Netzregelkonzept

Müssen die sein?

denn nicht die rudimentär funktionierenden Rundsteueranlagen, und die
besthenden Zähler nutzen? Dazu ist nur eine entsprechender Vertrag
nötig -- HT/NT Veträge gab es und gibt es -- Einspeisung halt statt
nachts tags bei Sonne oder sonstwann bei Wind. Hätte man alles da...

Sicher, es wäre ja schön, wenn die Versorger da mitmachten. Tun sie
aber nicht. Ich hab\'s mal nachgeschaut und durchgerechnet - es lohnt
sich nicht. Man _kann_ seinen Bedarf nicht so umplanen, daß man damit
was sparte. Und irgendwie ist das auch verständlich: Die Versorger
wollen ja ihre Kosten möglichst niedrig halten, die aber bei solchen
Sonderanlagen höher liegen als bei den Primitivzählern, sowohl vom
Geräte- als auch vom Verwaltungsaufwand. Also rechnet man die
\"schlecht\", damit möglichst niemand solche Sperenzien machen möchte.

Wie wär\'s denn mit dme anfangen was man hat, und durch einen Vertrag
mit zB den Kunden ausprobieren kann, die Nachtspeicheröfen und
Warmwasser-\"Boiler\" mit einem Zweitarifanschluss bereits haben? Man

Solche Kunden gibt\'s halt praktisch nicht mehr. Und auch die
\"intelligenten\" Zähler, die das könnten (die aber sowieso niemand haben
will, der auf Privatsphäre Wert legt und nicht ganz unbedarft ist) sind
sogar bei den Versorgern wegen ihrer hohen Kosten unbeliebt, weil nicht
voll auf den Kunden abwälzbar.

kann natürlich auch darauf warten, bis die
Leistungs-Frequenzverbindung aufgehoben ist durch flächendeckenden

Und dasist davon halt völlig unabhängig.

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 
S

Sieghard Schicktanz

Guest
Hallo Hans-Peter Diettrich,

Du schriebst am Wed, 26 Jan 2022 00:02:30 +0100:

https://de.wikipedia.org/wiki/Supraleitender_Magnetischer_Energiespeicher
....
Dabei wird aber *ständig* Energie zur Kühlung des Speichers
benötigt, nicht nur wenn er tatsächlich etwas speichert.

Rotierendende Massen brauchen auch staendige Energiezufuhr um die
Reibungsverluste auszugleichen.

Sie müssen aber nicht auf Temperaturen nahe 0 K gehalten werden.
Schau Dir mal passende Kühlmaschinen an...

Schau\' Dir mal die aktuellen Entwicklungen zu supraleitenden Kabeln und
Leitern allgemein an. Da hat sich durchaus was getan seit 1999. Die
gibt\'s zwar nicht für Raumtemperatur, aber flüssiger Stickstoff ist da
schon mehr als reichlich kühl genug, und der ist relativ leicht zu
kriegen und zu machen. So leicht, daß es sich lohnt, sogar relativ
kurze Strecken damit zu bauen. \"Lediglich\" die Produktions- und
Installationkapazitäten sind derzeit noch \"knapp\", und die Kenntnis der
Existenz solcher Lösungen bei den Auftraggebern und Planern für solche
Anlagen.

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
 
A

Axel Berger

Guest
Christoph Müller wrote:
> Es gibt ja nicht nur top ausgelastete Fabriken,

Das ist nicht der Punkt. Das teuerste sind immer Menschen, und die will
man nicht warten lassen. In der Landwirtschaft kommt nach einer Ladung
gleich die nächste und wenig später der Regen. Da will auch keiner
warten. Die Anlage läuft nicht oft und nicht lange, aber wenn, dann
genau jetzt. Druckluft wäre im Prinzip speicherbar. Aber entweder ist
die Leistung so klein, daß es nichts zu sparen gibt, oder die Mengen so
groß, daß Speichern illusorisch wird.

> Kühl- und Gefrierschränke, ...

Nicht schon wieder. Das hatten wir jetzt jetzt schon oft genug. Es geht
um gemittelte 20 W, einen halben Cent pro Stunde. Nehmen wir an, die
Hälfte davon läßt sich durch zeitliches Schieben sparen. Wieviel willst
Du für die Steuerung bezahlen?


--
/¯\\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
 
H

Hanno Foest

Guest
On 26.01.22 22:59, Axel Berger wrote:

Nicht schon wieder. Das hatten wir jetzt jetzt schon oft genug. Es geht
um gemittelte 20 W, einen halben Cent pro Stunde. Nehmen wir an, die
Hälfte davon läßt sich durch zeitliches Schieben sparen. Wieviel willst
Du für die Steuerung bezahlen?

Geld ist hier die falsche Größe. Preise sind in weiten Bereichen
beliebig - von Subventionen, Wirtschaftssystem, subjektiver Wichtigkeit,
etc. abhängig.

Wenn es darum geht, (CO2 behaftete) Energie zu sparen, ist der
energetische Amortisatonsgrad oder Erntefaktor der geeignete Parameter.
Schafft es ein Konstrukt, innerhalb seiner Lebensdauer (zzgl.
eventuellen Wartungsbedarfs) mehr Energie zu sparen, als zu seiner
Schaffung verbraucht wurde? Das scheint mir bei Christophs Ideen
allzuoft nicht der Fall zu sein, und da kann er dann von der Rettung der
Welt schwadronieren, wie er lustig ist - sowas ist einfach nicht
zielführend.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
A

Axel Berger

Guest
Hanno Foest wrote:
Geld ist hier die falsche Größe.
ist der
energetische Amortisatonsgrad oder Erntefaktor der geeignete Parameter.

Du hast recht. An diese Werte ist aber nicht oder nur mit großem Aufwand
heranzukommen. Bei allen Fehlern ist dann, wenn Handarbeit keine Rolle
spielt, der Preis ein recht passabler Schätzwert für mindestens die
Größenordnung von Energie- und Rohstoffaufwand.

Wenn die dann schon ganz grob danebenliegt, kann man sich genauere
Detailbetrachtungen in aller Regel sparen.


--
/¯\\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
 
V

Volker Staben

Guest
Am 26.01.22 um 21:27 schrieb Hartmut Kraus:
Danke, Volker, für die Erklärung, wie das netzgeführte Wechselrichter
machen.

danke - sehr gerne. Es scheint ja doch noch Menschen hier zu geben, die
in der Lage sind, mitzudenken. Ein echter Lichtblick.

Gruß, V.
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 26.01.2022 um 20:52 schrieb Hartmut Kraus:
Am 26.01.22 um 20:19 schrieb Christoph Müller:

Dann hat man schnell ein BHKW beisammen. Diese Dinger gibt\'s von klein
bis groß. Über den dicken Daumen gepeilt: Je kleiner sie sind, desto
größer die Stückzahlen und desto größer auch finanziellen Effekte
infolge Massenproduktion.

Das schon.

Voraussetzung für eine solche Entwicklung ist natürlich ein
aufnahmefähiger Markt. Den möchte ich ganz gerne mit ASTROHS zur
Verfügung stellen.

 Und was hättest du dann in bezug auf Umweltschäden gekonnt?

Eine ganze Menge! Dass Abwärme weggeworfen wird, wird in einem solchen
Umfeld die absolute Ausnahme sein. Heute leisten wir uns im Rahmen der
thermischen Stromproduktion im Schnitt 60% Abwärme, die in den vielen
Heizkesseln der Gebäude NOCHMAL produziert werden muss. Mit der
Mobilität ist es noch viel schlimmer (-> Astrail-Konzept).

Mit ASTROHS wird die thermische Stromproduktion nur dann angeworfen,
wenn Sonne, Wind und Wasser nicht genug liefern. Und da auch nur die,
die mit der anfallenden Abwärme noch etwas Sinnvolles anfangen können.
Denn kleine Anlagen wird man nicht auf der Grünen Wiese weitab von allem
betreiben, sondern dort, wo das Leben stattfindet. Also dort, wo man mit
der Abwärme noch am Ehesten was anfangen kann. Ohne deshalb teure und
verlustreiche Fernwärmenetze aufbauen zu müssen. Die Stromleitungen sind
ja im Wesentlichen längst da.

Regenerative Energien zeichnen sich auch durch relativ geringe
Energiedichte aus. Deshalb muss der Transportaufwand gering gehalten
werden. Optimal, wenn sie also dezentral genutzt werden können. Genau
das ist mit massenhaft Kleinanlagen der Fall.

Betrachte
mal die Produktion dieser unzähligen \"kleinen bis großen\" Anlagen und
ihren Betrieb (also die Produktion der Betriebsstoffe) ...

Was genau soll ich betrachten? Dass sie nicht - wie das
Weltrekord-GuD-Kraftwerk in Irsching unter optimalen Betriebsbedingungen
- auf 61% elektrischen Wirkungsgrad hoch gejubelt werden? Der
GESAMTwirkungsgrad dieser GuD-Kraftwerke ist halt auch nur 61%. Jedes
popelige Mini- oder Mikro-BHKW kommt lässig auf 85%, weil üblicherweise
auch noch Brennwerttechnik zur Wärmenutzung zum Einsatz kommt.

Im Betrieb habe ich seit 11 Jahren ein Mikro-BHKW. Der
Freikolbenstirlingmotor ist wartungsfrei. Zu warten sind nur die Brenner
und Wärmetauscher. Wie bei jedem anderen Heizkessel auch. Man hat halt
zwei davon statt nur einen.

Was die Produktion dieser Anlagen betrifft: Im Masseneinsatz (davon sind
wir noch weit entfernt) werden ähnliche Produktionsmethoden wie beim
Automobilbau zur Anwendung kommen. Schau\' dir mal die Stückliste eines
ganz normalen Automotors an. Du wirst dich wundern, wie viele Teile er
braucht. Dann schau\' dir die eines Freikolbenstirlings an. Da bleibt
fast nichts mehr übrig. Bewegliche Teile: Arbeits- und Verdrängerkolben.
Sonst nichts. Nicht mal eine Kurbelwelle. Stattdessen einfach zwei
Blattfedern. Der (Linear-)Stromgenerator wird gleich ins hermetisch
dichte Motorgehäuse mit eingebaut. Das ergibt beste Voraussetzungen für
eine voll automatisierte Fertigung mit entsprechend niedrigen
Personalkosten.

Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld ist die Nachfrage nach solcher
Technik nicht sehr hoch. Deshalb werden diese Maschinen noch immer in
teuerster Werkstattfertigung mit enorm viel Handarbeit produziert. Ab
Minute 12 bis 16: https://www.youtube.com/watch?v=4uuJfrmpWLo
Als Wirtschaftler stehen einem angesichts solcher Fertigungsmethoden die
Haare zu Berge. Aber man versteht auch, woher der hohe Preis kommt und
wo die Rationalisierungspotenziale liegen.

Wie man dem Motor in Sachen Wirkungsgrad etwas Beine machen kann, kannst
du hier verfolgen:
https://www.youtube.com/watch?v=hK9ViM3Zi50

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de


--
Diese E-Mail wurde von AVG auf Viren geprüft.
http://www.avg.com
 
V

Volker Staben

Guest
Am 26.01.22 um 21:01 schrieb Christoph Müller:
Du solltest Dir das Niederspannungsnetz nicht wie einen Behälter
vorstellen, der irgendwann \"voll\" ist. Christophs nicht einmal
dilettantischen Märchen von \"Zuviel Strom\" sind gequirlter Unsinn.

Anders ausgedrückt: Du kannst nicht verstehen, was damit gemeint sein
könnte? Kannst du mit dem Begriff \"überschüssiger Strom\" was anfangen?

Das Problem hast Du - nicht ich.

Allerdings kann ich mit dem umgangssprachlichen Begriff \"überschüssige
Leistung\" etwas anfangen. Dezentral erzeugte Energie, beispielsweise
Solarenergie, wird hauptsächlich direkt in Mittel- bzw.
Niederspannungsnetze eingespeist und deckt somit bereits einen Teil der
Verbraucherlast. Da kann es natürlich auch zur Überdeckung kommen, dann
findet natürlicherweise ein Vorzeichenwechsel des Lastflusses in die
jeweils überlagerte Spannungsebene statt.

Jede Einspeisung an jedem Ort und auf jeder Spannungsebene trägt ihren
Teil zur summarischen Wirkleistungseinspeisung bei. Und jede Last auf
jeder Spannungsebene trägt ihren Teil zur summarischen Netzlast bei
(Netzverluste werden üblicherweise der summarischen Netzlast
zugeschlagen, weil auch sie natürlich durch Einspeisung kompensiert
werden). Die Differenz von summarischer Einspeisung und summarischer
Netzlast wirkt sich im summarischen Netzmodell und ohne Berücksichtigung
des Selbstregeleffekts in direkter Proportionalität auf die zeitliche
Änderung der Netzfrequenz aus.

Oder in Gleichungen ausgedrückt: mit

P_zu summarische Wirkleistungseinspeisung
P_ab summarische (Wirk-)Last incl. Netzverluste
J summarisches Rotationsträgheitsmoment des Verbundnetzes
w Kreisfrequenz aka Winkelgeschwindigkeit
f Netzfrequenz, wie üblich ist w = 2 * pi * f

gilt:

P_zu - P_ab = J * dw/dt (1)

Das Netz (ohne den Selbstregeleffekt) lässt sich also summarisch durch
einen Integrator modellieren, der dw/dt zu w aufintegriert. Diesen
Integrator kannst Du an zentraler Stelle in Bild 2.1 auf Seite 8 in der
Dissertation von Tobias Weißbach sehen, wenn Du Dir irgendwann einmal
die Mühe machen würdest, dazulernen zu wollen, statt lediglich
gequirlten Unsinn zu verbreiten:

https://elib.uni-stuttgart.de/bitstream/11682/1840/1/Diss_Weissbach.pdf

Die Integrierzeit des Integrators hat Weißbach mit \"T_an\" bezeichnet.
Zur Charakterisierung integrierenden Verhaltens gibt es verschiedene
Konventionen - einen Integrator mit unterschiedlich wählbarer
Integrierzeit oder ein Einheitsintegrator mit einer festen Integrierzeit
von einer Sekunde, ergänzt durch einen vorangestellten
Proportionalkoeffizienten wie das \"J\" in der obigen Gleichung (1).

Nimmt man den Selbstregeleffekt hinzu, dann wird die summarische Last zu
einem gewissen Anteil frequenzabhängig. Dies muss dann im Modell durch
eine Rückführung vom Ausgang des Integrators auf P_ab berücksichtigt
werden - das ist der Proportionalblock \"k_pf\" bei Weißbach.

Kurzfristig wird also jede \"überschüssige Wirkleistung\" zu einer
Änderung der Rotationsenergie der Summe aller synchron rotierenden
Massen auf Einspeiser- wie Verbraucherseite führen. Ebenso wird jede
negative \"überschüssige Wirkleistung\" kurzfristig aus dieser
Rotationsenergie befriedigt - deswegen wird wird das Speicherphänomen
der rotierenden Massen gern auch als \"Momentanreserve\" bezeichnet. Wird
aus dieser Momentanreserve Energie \"entnommen\", sinkt die Netzfrequenz,
die Primärregelung bzw. jeder an dieser teilnehmende Einspeiser \"bemerkt
das\" und kompensiert dies durch Einspeisung positiver Regelleistung.
Wird dieser Momentanreserve Energie \"zugeführt\", steigt die
Netzfrequenz, die Primärregelung \"bemerkt das\" und kompensiert dies
durch Einspeisung negativer Regelleistung.

Die Netzfrequenz ist also der ideale, eindeutige und unmittelbare
Indikator für ein Ungleichgewicht von P_zu und P_ab.

_Das_ ist das, was _Du_ nicht verstehst. Obwohl es nicht wirklich
kompliziert ist, mannigfaltigfach nachgelesen werden kann und vom
Anspruchsniveau (je nach Detaillierungsgrad) so ungefähr auf
Sekundarstufe 1 angesiedelt ist.

_Dass_ Du das offensichtlich nicht verstehst, kann ich mir nicht mit
mangelnder Intelligenz erklären. So viel kann einem Menschen nicht
mangeln, dass er das nicht verstehen kann. Es fehlt Dir offensichtlich
bereits auf allereinfachstem Niveau an der Bereitschaft, mit der Fakten
der realen Welt und ihrer angemessenen modellhaften Betrachtung mit
ingenieurwissenschaftlichen Methoden umzugehen. Stattdessen steckst Du
im Framing Deiner Träume, blickst seit Jahrzehnten gegen die Wand am
Ende Deiner Sackgasse und verbreitest als verkanntes Genie und
unverstandener Weltverbesserer nichts als - nun ja: gequirlten Unsinn.

Herr, lass Hirn regnen.

V.
 
V

Volker Staben

Guest
Am 26.01.22 um 20:27 schrieb Hartmut Kraus:
Jetzt fehlt mir ein Stück Verständnis. Mal ganz allgemein: Kann sie das
überhaupt? Kann man ins Netz mehr (oder weniger) Wirkleistung einspeisen
als abgenommen wird?

Also angenommen, es würde mehr eingepeist: Wo sollte der \"Überschuss\"
dann hingehen? Und erst der umgekehrte Fall: Wo sollte die \"fehlende\"
(also von keinem Erzeuger eingespeiste) Leistung herkommen?

.... ich poste einfach mal (fast) inhaltlich gleichlautend:

Jede Einspeisung an jedem Ort und auf jeder Spannungsebene trägt ihren
Teil zur summarischen Wirkleistungseinspeisung bei. Und jede Last auf
jeder Spannungsebene trägt ihren Teil zur summarischen Netzlast bei
(Netzverluste werden üblicherweise der summarischen Netzlast
zugeschlagen, weil auch sie natürlich durch Einspeisung kompensiert
werden). Die Differenz von summarischer Einspeisung und summarischer
Netzlast wirkt sich im summarischen Netzmodell und ohne Berücksichtigung
des Selbstregeleffekts in direkter Proportionalität auf die zeitliche
Änderung der Netzfrequenz aus.

Oder in Gleichungen ausgedrückt: mit

P_zu summarische Wirkleistungseinspeisung
P_ab summarische (Wirk-)Last incl. Netzverluste
J summarisches Rotationsträgheitsmoment des Verbundnetzes
w Kreisfrequenz aka Winkelgeschwindigkeit
f Netzfrequenz, wie üblich ist w = 2 * pi * f

gilt:

P_zu - P_ab = J * dw/dt (1)

Das Netz (ohne den Selbstregeleffekt) lässt sich also summarisch durch
einen Integrator modellieren, der dw/dt zu w aufintegriert. Diesen
Integrator kannst Du an zentraler Stelle in Bild 2.1 auf Seite 8 in der
Dissertation von Tobias Weißbach sehen:

https://elib.uni-stuttgart.de/bitstream/11682/1840/1/Diss_Weissbach.pdf

Die Integrierzeit des Integrators hat Weißbach mit \"T_an\" bezeichnet.
Zur Charakterisierung integrierenden Verhaltens gibt es verschiedene
Konventionen - einen Integrator mit unterschiedlich wählbarer
Integrierzeit oder ein Einheitsintegrator mit einer festen Integrierzeit
von einer Sekunde, ergänzt durch einen vorangestellten
Proportionalkoeffizienten wie das \"J\" in der obigen Gleichung (1).

Nimmt man den Selbstregeleffekt hinzu, dann wird die summarische Last zu
einem gewissen Anteil frequenzabhängig. Dies muss dann im Modell durch
eine Rückführung vom Ausgang des Integrators auf P_ab berücksichtigt
werden - das ist der Proportionalblock \"k_pf\" bei Weißbach.

Kurzfristig wird also jede \"überschüssige Wirkleistung\" zu einer
Änderung der Rotationsenergie der Summe aller synchron rotierenden
Massen auf Einspeiser- wie Verbraucherseite führen. Ebenso wird jede
negative \"überschüssige Wirkleistung\" kurzfristig aus dieser
Rotationsenergie befriedigt - deswegen wird wird das Speicherphänomen
der rotierenden Massen gern auch als \"Momentanreserve\" bezeichnet. Wird
aus dieser Momentanreserve Energie \"entnommen\", sinkt die Netzfrequenz,
die Primärregelung bzw. jeder an dieser teilnehmende Einspeiser \"bemerkt
das\" und kompensiert dies durch Einspeisung positiver Regelleistung.
Wird dieser Momentanreserve Energie \"zugeführt\", steigt die
Netzfrequenz, die Primärregelung \"bemerkt das\" und kompensiert dies
durch Einspeisung negativer Regelleistung.

Gruß, V.
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 26.01.2022 um 22:59 schrieb Axel Berger:
Christoph Müller wrote:

Es gibt ja nicht nur top ausgelastete Fabriken,

Das ist nicht der Punkt. Das teuerste sind immer Menschen, und die will
man nicht warten lassen.

Die will man vor allem aus dem Geschehen raus halten, WEIL sie so teuer
sind! Deshalb der große Drang in Richtung Automatisierung. Jedenfalls
dann, wenn es um große Stückzahlen geht. Aber auch, was die
Fertigungstechnologie betrifft. 3D-Druck ist mit kleinen Stückzahlen
i.d.R. billiger als Fräsen, Drehen und Schleifen.

In der Landwirtschaft kommt nach einer Ladung
gleich die nächste und wenig später der Regen.

Zeitkritische Dinge gibt\'s wohl in jeder Branche. Selbst in der
Seelsorge, wenn es z.B. darum geht, einen Selbstmörder von seinen
Absichten abzubringen... Aber genauso gibt\'s in jeder Branche Dinge, die
nicht gleich sofort zu erledigen sind.

Da will auch keiner
warten. Die Anlage läuft nicht oft und nicht lange, aber wenn, dann
genau jetzt. Druckluft wäre im Prinzip speicherbar. Aber entweder ist
die Leistung so klein, daß es nichts zu sparen gibt, oder die Mengen so
groß, daß Speichern illusorisch wird.

Dazwischen gibt es nichts?

Kühl- und Gefrierschränke, ...

Nicht schon wieder. Das hatten wir jetzt jetzt schon oft genug. Es geht
um gemittelte 20 W, einen halben Cent pro Stunde.

Sag\' das mal einem Aldi, Lidl, Rewe, Netto, ...

Nehmen wir an, die
Hälfte davon läßt sich durch zeitliches Schieben sparen. Wieviel willst
Du für die Steuerung bezahlen?

Meinst du im Ernst dass man so eine Steuerung NUR für den Kühlschrank
anschaffen wird/muss? Mit ASTROHS wäre so eine \"Steuerung\" das
WertReaktionsModul (WRM). Damit wäre der Kühlschrank nur eine
Beeinflussungsmöglichkeit von vielen. Denn dieses Ding kümmert sich auch
um die stromproduzierende Heizung, die Wärmekapazitäten der einzelnen
Räume, die Gewohnheiten der Bewohner, Warmwasserbevorratung, Wasch- und
Spülmaschine, Wäschetrockner, E-Auto, PV-Anlage usw. Da geht\'s schnell
um ein paar Tausend Euro im Jahr.

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de


--
Diese E-Mail wurde von AVG auf Viren geprüft.
http://www.avg.com
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 26.01.2022 um 21:15 schrieb Hartmut Kraus:
Am 26.01.22 um 20:49 schrieb Christoph Müller:
Am 26.01.2022 um 19:33 schrieb Hartmut Kraus:
Am 26.01.22 um 16:35 schrieb Christoph Müller:

[...]

Am Ende geht\'s immer um das gute Überleben der Menschheit. Wenn
nicht, gibt\'s regelmäßig Zoff. Vor diesem Hintergrund sollte man
stets das menschengemachte Schadenspotenzial in Form von Waffen im
Hinterkopf behalten.

Nun tue erst mal was dagegen. Viel Erfolg!

Ich tue schon was dagegen, wenn ich nur die Zielsetzung des guten
Überlebens der Menschheit ins Spiel bringe. Der Aufwand hält sich in
Grenzen. Den kann eigentlich jeder leisten. Je mehr Menschen klar
wird, dass wir alle im gleichen Boot sitzen und es um das Überleben
der eigenen Art geht, desto weniger sollte man sich über Kriege
unterhalten müssen. Eher darüber, wie man das Ziel erreichen kann.
GEMEINSAM! Denn alleine wird kaum einer die Welt retten können. Sowas
geht nur gemeinsam.

Richtig, und was meinst du wohl, was es die Leute interessiert, die an
diesem Wahnsinn sagenhaft verdienen, wer das bezahlt?

DIESE Leute werden vermutlich nicht lange nachdenken, sondern einfach
die Geldquelle sehen und diese mit ihrer Arbeitsleistung (?) anzapfen.
Wer weist sie auf die Problematik hin, die sich daraus ergibt? Das wäre
nach meiner Auffassung in erster Linie eine Kernaufgabe der einzelnen
Religionen. Schließlich gibt es Grund genug zur Annahme, dass Religion
das Streben nach dem guten Überleben der Menschheit sein muss. Leider
erleben wir, dass kaum jemand weiß, was Religion genau ist. Da gibt es
meistens lange Erklärungen mit jeder Menge Fremdworte gespickt, die kaum
jemand versteht. Nicht mal die Autoren selbst.
Kein Mensch behauptet, dass z.B. Biologie eine völlig simple Sache wäre.
Daran arbeiten viele Wissenschaftler. Trotzdem lässt sich Biologie ganz
einfach als \"Biologie ist die Lehre vom Leben\" beschreiben. So ähnlich
sollte es auch mit Religion laufen. \"Religion ist das Streben nach dem
guten Überleben der Menschheit\". Könnte so einfach sein. Betrachtet man
die ReligionEN vor diesem Hintergrund, wird man feststellen, dass die
meisten ReligionEN auf breiter Front versagen, indem sie von ihren
eigenen Führungskräften missbraucht werden. Sei es sexueller Missbrauch
oder Mord und Totschlag sowie Kriegstreiberei - so lange nicht im
letzten Winkel ankommt, dass Religion eigentlich das Streben nach dem
guten Überleben der Menschheit sein muss, wird der Missbrauch kein Ende
nehmen. Weiß man\'s aber, kann man einfach die Frage stellen \"dient\'s dem
guten Überleben der Menschheit\"? Wenn nein, dann hat das mit Religion
nichts zu tun. Egal, was die Chefs in den Führungsetagen dazu sagen oder
meinen oder befehlen.
Die hohe Zahl der Kirchenaustritte führe ich nicht nur auf den Umgang
mit sexuellen Missbrauchsfällen zurück, sondern in erster Linie darauf,
dass die Kirchen überhaupt nicht mehr vermitteln, wofür sie überhaupt
stehen. Das hat auch nichts mit Corona zu tun, was die
Gottesdienstbesuche erheblich erschwert.
Das gute Überleben der Menschheit ist ein sehr breites Feld, das außer
den Religionen niemand auf dem Schirm hat. Natürlich geht es vielen
Organisationen um humanitäre Dinge. Die muss man aber auch mit der
Rohstoff-, Umwelt- und Wirtschaftslage in Verbindung bringen. Mit
\"heilig - heilig 10 cm über dem Boden in weihrauchgeschwängerter Luft
dahinschwebend\" wird man diesbezüglich nicht weit kommen. Dafür braucht
man schon Handfesteres. U.a. richtige Wissenschaftler.


--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de


--
Diese E-Mail wurde von AVG auf Viren geprüft.
http://www.avg.com
 
O

Ole Jansen

Guest
Am 26.01.2022 um 17:37 schrieb Volker Bartheld:
On Wed, 26 Jan 2022 16:56:46 +0100, Ole Jansen wrote:
Am 26.01.2022 um 16:35 schrieb Christoph Müller:
Am Ende geht\'s immer um das gute Überleben der Menschheit.
Erst mal gehts mir um mein eigenes und möglichst angenehmes
Überleben. Was dabei nicht hilft kauf ich nicht.

Das wissen wir bereits. Christoph geht es ja ebenfalls nicht um das gute
Überleben der Menschheit, sondern um das Dreschen von immer denselben
staubigen Phrasen, die, selbst wenn ihre Umsetzung sinnvoll, angemessen
und wirksam wäre, seit 20 Jahren jeglicher Akzeptanz entbehren.

\"Wir\" müssen die Welt retten, sind busy doing nothing und verschwenden
echte Ressourcen um sie zu sparen?

Damit seid
ihr - zumindest was die o. g. Fragestellung betrifft - gleichauf und könnt
euch ausklinken.

Ich bin eben ehrlich und gebe es zu.

O.J.
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 27.01.22 um 06:51 schrieb Volker Staben:
Am 26.01.22 um 21:27 schrieb Hartmut Kraus:
Danke, Volker, für die Erklärung, wie das netzgeführte Wechselrichter
machen.

danke - sehr gerne. Es scheint ja doch noch Menschen hier zu geben,
die in der Lage sind, mitzudenken. Ein echter Lichtblick.

Auch wenn ich falsch gedacht habe? ;)

Am 26.01.22 um 21:27 schrieb Hartmut Kraus:
\"überschüssige Wirkleistung\" - also mehr Wirkleistung wird eingespeist
als abgenommen. Das geht nämlich rein physikalisch gar nicht.

Es \"geht\" schon. Für Momente. ;)

Am 27.01.22 um 09:49 schrieb Volker Staben:
Am 26.01.22 um 20:27 schrieb Hartmut Kraus:
Jetzt fehlt mir ein Stück Verständnis. Mal ganz allgemein: Kann sie
das überhaupt? Kann man ins Netz mehr (oder weniger) Wirkleistung
einspeisen als abgenommen wird?

Also angenommen, es würde mehr eingepeist: Wo sollte der \"Überschuss\"
dann hingehen? Und erst der umgekehrte Fall: Wo sollte die \"fehlende\"
(also von keinem Erzeuger eingespeiste) Leistung herkommen?

... ich poste einfach mal (fast) inhaltlich gleichlautend:

Jede Einspeisung an jedem Ort und auf jeder Spannungsebene trägt ihren
Teil zur summarischen Wirkleistungseinspeisung bei. Und jede Last auf
jeder Spannungsebene trägt ihren Teil zur summarischen Netzlast bei
(Netzverluste werden üblicherweise der summarischen Netzlast
zugeschlagen, weil auch sie natürlich durch Einspeisung kompensiert
werden). Die Differenz von summarischer Einspeisung und summarischer
Netzlast wirkt sich im summarischen Netzmodell und ohne Berücksichtigung
des Selbstregeleffekts in direkter Proportionalität auf die zeitliche
Änderung der Netzfrequenz aus.

Oder in Gleichungen ausgedrückt: mit

P_zu  summarische Wirkleistungseinspeisung
P_ab  summarische (Wirk-)Last incl. Netzverluste
J     summarisches Rotationsträgheitsmoment des Verbundnetzes
w     Kreisfrequenz aka Winkelgeschwindigkeit
f     Netzfrequenz, wie üblich ist w = 2 * pi * f

gilt:

P_zu - P_ab = J * dw/dt                                        (1)

Das Netz (ohne den Selbstregeleffekt) lässt sich also summarisch durch
einen Integrator modellieren, der dw/dt zu w aufintegriert. Diesen
Integrator kannst Du an zentraler Stelle in Bild 2.1 auf Seite 8 in der
Dissertation von Tobias Weißbach sehen:

https://elib.uni-stuttgart.de/bitstream/11682/1840/1/Diss_Weissbach.pdf

Die Integrierzeit des Integrators hat Weißbach mit \"T_an\" bezeichnet.
Zur Charakterisierung integrierenden Verhaltens gibt es verschiedene
Konventionen - einen Integrator mit unterschiedlich wählbarer
Integrierzeit oder ein Einheitsintegrator mit einer festen Integrierzeit
von einer Sekunde, ergänzt durch einen vorangestellten
Proportionalkoeffizienten wie das \"J\" in der obigen Gleichung (1).

Nimmt man den Selbstregeleffekt hinzu, dann wird die summarische Last zu
einem gewissen Anteil frequenzabhängig. Dies muss dann im Modell durch
eine Rückführung vom Ausgang des Integrators auf P_ab berücksichtigt
werden - das ist der Proportionalblock \"k_pf\" bei Weißbach.

Kurzfristig wird also jede \"überschüssige Wirkleistung\" zu einer
Änderung der Rotationsenergie der Summe aller synchron rotierenden
Massen auf Einspeiser- wie Verbraucherseite führen. Ebenso wird jede
negative \"überschüssige Wirkleistung\" kurzfristig aus dieser
Rotationsenergie befriedigt - deswegen wird wird das Speicherphänomen
der rotierenden Massen gern auch als \"Momentanreserve\" bezeichnet. Wird
aus dieser Momentanreserve Energie \"entnommen\", sinkt die Netzfrequenz,
die Primärregelung bzw. jeder an dieser teilnehmende Einspeiser \"bemerkt
das\" und kompensiert dies durch Einspeisung positiver Regelleistung.
Wird dieser Momentanreserve Energie \"zugeführt\", steigt die
Netzfrequenz, die Primärregelung \"bemerkt das\" und kompensiert dies
durch Einspeisung negativer Regelleistung.

Gruß, V.

Alles in allem: Hoffen wir, dass der \"stündliche Stromhandel\", der seit
der \"Liberalisierung\" des Strommarktes zu immer größeren stündlich
auftretenden Frequenzabweichungen führt, die mit immer größerem Aufwad
kompensiert werden müssen, richtig \"reguliert\" wird, bevor es zum ersten
flächendeckenden Blackout kommt. Die Dissertation von Herrn Weißbach
wäre also den Verantwortlichen zur Pflichtlektüre zu erklären. ;)
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 27.01.22 um 11:01 schrieb Hartmut Kraus:
Alles in allem: Hoffen wir, dass der \"stündliche Stromhandel\", der seit
der \"Liberalisierung\" des Strommarktes zu immer größeren stündlich
auftretenden Frequenzabweichungen führt, die mit immer größerem Aufwad
kompensiert werden müssen, richtig \"reguliert\" wird, bevor es zum ersten
flächendeckenden Blackout kommt. Die Dissertation von Herrn Weißbach
wäre also den Verantwortlichen zur Pflichtlektüre zu erklären. ;)

Ingrid meint: Christoph sowieso. Der denkt ja wohl immer noch, der Markt
könnte alles regulieren. ;)
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 26.01.2022 um 20:27 schrieb Hartmut Kraus:
Am 25.01.22 um 11:50 schrieb Christoph Müller:
Am 22.01.2022 um 13:08 schrieb Volker Staben:
Am 22.01.22 um 12:59 schrieb Heinz Schmitz:

Ich gehe mal davon aus, dass solche Trafos längst installiert sind.
Einem solchen ist es nämlich egal, in welche Richtung die Leistung
fließt. Damit kann man auch von niedrigen Spannungen in höhere
transformieren.

Das fällt mir schwer zu glauben, denn dann wäre doch eine
Leistungsbegrenzung von Erzeugern \"erneuerbarer\" Energie
auf 70 Prozent überflüssig.

Das hat nichts mit den Lastflüssen oder der Spannungshaltung zu tun.
Wenn die Wirkleistungseinspeisung von \"unten nach oben\" den
Gesamtbedarf der Lasten überstiege, dann würde die Netzfrequenz
unzulässig ansteigen.

Wird in solchen Fällen der Strom billiger, werden sich Einspeiser
verabschieden und Verbraucher einschalten. Dann wird die
Wirkleistungseinspeisung den Gesamtbedarf sehr schnell nicht mehr
übersteigen.

Jetzt fehlt mir ein Stück Verständnis. Mal ganz allgemein: Kann sie das
überhaupt?

Wer oder was ist \"sie\"? Die Wirkleistung?

Kann man ins Netz mehr (oder weniger) Wirkleistung einspeisen
als abgenommen wird?

Die wird dann irgendwo verheizt. Z.B. in den Leitungen selbst, was sich
für viele Vögel fatal auswirkt, wenn sie sich auf so heiße Leitungen
setzen. Wird \"zu viel\" Wirkleistung ins Netz eingespeist, findet sie
irgendwo irgendwas, wo sie sich austoben kann. Meistens sind das
unerwünsche Orte. Oder eben auch unerwünschte Systemzustände wie z.B. zu
hohe Frequenzen und/oder Spannungen.

Also angenommen, es würde mehr eingepeist: Wo sollte der \"Überschuss\"
dann hingehen?

Z.B. in irgendwelche Heizwiderstände, die mit höherer Spannung auch mehr
Leistung umsetzen. Glühlampen werden heller und ihre Lebensdauer
verkürzt sich. Ihre Leistung liegt dann etwas über dem Sollwert.
Spannungsabhängig betriebene Motoren (z.B. in Staubsaugern) laufen mit
höherer Spannung etwas schneller und ziehen entsprechend mehr Leistung
aus dem Netz.

Mathematisch korrekt muss die eingespeiste Leistung natürlich genau der
abgenommenen entsprechen.

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de


--
Diese E-Mail wurde von AVG auf Viren geprüft.
http://www.avg.com
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 27.01.22 um 10:40 schrieb Christoph Müller:
Am 26.01.2022 um 21:15 schrieb Hartmut Kraus:
Am 26.01.22 um 20:49 schrieb Christoph Müller:
Am 26.01.2022 um 19:33 schrieb Hartmut Kraus:
Am 26.01.22 um 16:35 schrieb Christoph Müller:

[...]

Am Ende geht\'s immer um das gute Überleben der Menschheit. Wenn
nicht, gibt\'s regelmäßig Zoff. Vor diesem Hintergrund sollte man
stets das menschengemachte Schadenspotenzial in Form von Waffen im
Hinterkopf behalten.

Nun tue erst mal was dagegen. Viel Erfolg!

Ich tue schon was dagegen, wenn ich nur die Zielsetzung des guten
Überlebens der Menschheit ins Spiel bringe. Der Aufwand hält sich in
Grenzen. Den kann eigentlich jeder leisten. Je mehr Menschen klar
wird, dass wir alle im gleichen Boot sitzen und es um das Überleben
der eigenen Art geht, desto weniger sollte man sich über Kriege
unterhalten müssen. Eher darüber, wie man das Ziel erreichen kann.
GEMEINSAM! Denn alleine wird kaum einer die Welt retten können. Sowas
geht nur gemeinsam.

Richtig, und was meinst du wohl, was es die Leute interessiert, die an
diesem Wahnsinn sagenhaft verdienen, wer das bezahlt?

DIESE Leute werden vermutlich nicht lange nachdenken, sondern einfach
die Geldquelle sehen und diese mit ihrer Arbeitsleistung (?) anzapfen.
Wer weist sie auf die Problematik hin, die sich daraus ergibt? Das wäre
nach meiner Auffassung in erster Linie eine Kernaufgabe der einzelnen
Religionen.

Quatsch.

Schließlich gibt es Grund genug zur Annahme, dass Religion
das Streben nach dem guten Überleben der Menschheit sein muss.

Leider reines Wunschdenken von dir.

> Leider erleben wir, dass kaum jemand weiß, was Religion genau ist.

Ich schon: /Jede/ Religion ist Wissen auf einem bestimmten (und zwar
uralten, längst überholten) Stand, das dogmatisiert wurde.
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 27.01.2022 um 11:10 schrieb Hartmut Kraus:
Am 27.01.22 um 10:40 schrieb Christoph Müller:
Am 26.01.2022 um 21:15 schrieb Hartmut Kraus:
Am 26.01.22 um 20:49 schrieb Christoph Müller:
Am 26.01.2022 um 19:33 schrieb Hartmut Kraus:
Am 26.01.22 um 16:35 schrieb Christoph Müller:

[...]

Am Ende geht\'s immer um das gute Überleben der Menschheit. Wenn
nicht, gibt\'s regelmäßig Zoff. Vor diesem Hintergrund sollte man
stets das menschengemachte Schadenspotenzial in Form von Waffen im
Hinterkopf behalten.

Nun tue erst mal was dagegen. Viel Erfolg!

Ich tue schon was dagegen, wenn ich nur die Zielsetzung des guten
Überlebens der Menschheit ins Spiel bringe. Der Aufwand hält sich in
Grenzen. Den kann eigentlich jeder leisten. Je mehr Menschen klar
wird, dass wir alle im gleichen Boot sitzen und es um das Überleben
der eigenen Art geht, desto weniger sollte man sich über Kriege
unterhalten müssen. Eher darüber, wie man das Ziel erreichen kann.
GEMEINSAM! Denn alleine wird kaum einer die Welt retten können.
Sowas geht nur gemeinsam.

Richtig, und was meinst du wohl, was es die Leute interessiert, die
an diesem Wahnsinn sagenhaft verdienen, wer das bezahlt?

DIESE Leute werden vermutlich nicht lange nachdenken, sondern einfach
die Geldquelle sehen und diese mit ihrer Arbeitsleistung (?) anzapfen.
Wer weist sie auf die Problematik hin, die sich daraus ergibt? Das
wäre nach meiner Auffassung in erster Linie eine Kernaufgabe der
einzelnen Religionen.

Quatsch.

Fällt dir auch was Sinnvolles ein? Oder bleibt\'s beim geistigen Rülpser?

Schließlich gibt es Grund genug zur Annahme, dass Religion das Streben
nach dem guten Überleben der Menschheit sein muss.

Leider reines Wunschdenken von dir.

Leider nur eine unmaßgebliche Meinung von dir ohne jeden Hintergrund und
ohne jede Begründung und somit wert- und sinnlos.

Leider erleben wir, dass kaum jemand weiß, was Religion genau ist.

Ich schon: /Jede/ Religion ist Wissen auf einem bestimmten (und zwar
uralten, längst überholten) Stand, das dogmatisiert wurde.

Leider nur eine unmaßgebliche Meinung von dir ohne jeden Hintergrund und
ohne jede Begründung und somit wert- und sinnlos.


--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de


--
Diese E-Mail wurde von AVG auf Viren geprüft.
http://www.avg.com
 
R

Rupert Haselbeck

Guest
Axel Berger schrieb:
Christoph Müller wrote:
Es gibt ja nicht nur top ausgelastete Fabriken,

Das ist nicht der Punkt. Das teuerste sind immer Menschen, und die will
man nicht warten lassen. In der Landwirtschaft kommt nach einer Ladung
gleich die nächste und wenig später der Regen. Da will auch keiner
warten. Die Anlage läuft nicht oft und nicht lange, aber wenn, dann
genau jetzt. Druckluft wäre im Prinzip speicherbar. Aber entweder ist
die Leistung so klein, daß es nichts zu sparen gibt, oder die Mengen so
groß, daß Speichern illusorisch wird.

Kühl- und Gefrierschränke, ...

Nicht schon wieder. Das hatten wir jetzt jetzt schon oft genug. Es geht
um gemittelte 20 W, einen halben Cent pro Stunde. Nehmen wir an, die
Hälfte davon läßt sich durch zeitliches Schieben sparen. Wieviel willst
Du für die Steuerung bezahlen?

Angesichts seines stets vor sich her getragenen Mantras vom \"guten
Überleben der Menschheit\" wäre ja auch mal zu hinterfragen, wie sich der
exorbitante Aufwand an Infrastruktur für die Umsetzung der fantastischen
Projekte mit den coolen Akronymen, so das denn technisch (und
wirtschaftlich) überhaupt möglich sein sollte, auf die Umwelt auswirken
würde. Alle Unternehmen, alle Haushalte, all die vielen Geräte und
Maschinen allüberall mit seinen automatischen Steuerungen aufzurüsten,
belastet zweifellos die Umwelt, und all diese Steuerungen benötigen
selber Strom. Ein guter Teil der Geräte diente lediglich der Steuerung
von Geräten und Maschinen, welche man doch erklärtermaßen loswerden
will, nämlich fossil befeuerter Wärmekraftmaschinen, welche aber samt
und sonders noch nicht existieren, also mit großen Umweltschäden erst
noch produziert werden müssten, um dann ein paar Jahre später auf dem
Schrott zu landen. Für wieder andere Ideen wäre ein merkbarer Anteil der
Bodenfläche, der Natur, mit Bahngleisen und einer Vielzahl an
raumgreifenden Bahnhöfen (oder wie man diese dann nennen mag) zu zu
betonieren.
Und bei all dem gibt es noch nichtmal eine grobe Abschätzung von Aufwand
und Nutzen. Nutzen für die Umwelt und natürlich auch Nutzen für die
Menschen. Denn ohne Letzteres bleibt zwangsläufig auch jeglicher Nutzen
für das \"gute Überleben der Menschheit\" aus und schlägt sogar ins
Gegenteil um - nutzlose Großprojekte sind auch schlecht für die Umwelt,
nicht allein nur für die Menschen.

MfG
Rupert
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 27.01.2022 um 09:46 schrieb Volker Staben:
Am 26.01.22 um 21:01 schrieb Christoph Müller:

Du solltest Dir das Niederspannungsnetz nicht wie einen Behälter
vorstellen, der irgendwann \"voll\" ist. Christophs nicht einmal
dilettantischen Märchen von \"Zuviel Strom\" sind gequirlter Unsinn.

Anders ausgedrückt: Du kannst nicht verstehen, was damit gemeint sein
könnte? Kannst du mit dem Begriff \"überschüssiger Strom\" was anfangen?

Das Problem hast Du - nicht ich.

Dann freu\' dich doch!

Mir fällt jedenfalls auf, dass du für die Erklärung von \"überschüssigem
Strom\" einen ziemlich großen Aufwand treibst. Offenbar nicht mit dem
Ziel, verstanden zu werden, sondern um mir eins auswischen zu wollen.

Was antwortest du, wenn dich jemand z.B. danach fragt, was Biologie ist?
Musst du dann auch so viel schreiben und so weit ausholen?

Allerdings kann ich mit dem umgangssprachlichen Begriff \"überschüssige
Leistung\" etwas anfangen.

Und wenn\'s um \"überschüssigen Strom\" geht, fliegen bei dir sämtliche
Sicherungen raus und kannst damit nichts mehr anfangen, was dich in
helle Aufregung versetzt. Andere scheinen damit umgehen und auch
technisch umsetzen zu können.

> Dezentral erzeugte Energie,

wenn schon Korinthenkackerei, dann auch richtig. Auch dezentral WIRD
KEINE ENERGIE ERZEUGT! Dafür haben wir kleine Menschlein den A... viel
zu weit unten. Energieerzeugung ist eine Anmaßung von Unwissenden oder
gleich Unwissenheit selbst. Wir kleine Menschlein müssen uns damit
begnügen, Energie lediglich in andere Erscheinungsformen bringen zu können.

beispielsweise
Solarenergie, wird hauptsächlich direkt in Mittel- bzw.
Niederspannungsnetze eingespeist und deckt somit bereits einen Teil der
Verbraucherlast.

Dort, wo der Strom am Teuersten ist.


--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de


--
Diese E-Mail wurde von AVG auf Viren geprüft.
http://www.avg.com
 

Welcome to EDABoard.com

Sponsor

Top