Warum ist die (private) Fotovoltaik am Ende?...

R

Rolf Bombach

Guest
Alexander Schreiber schrieb:
Weil fossilgefeuerte Kraftwerke (Kohle/Öl/Gas) Anlauf- und Runterfahrzeiten
haben die je nach System im Stundenbereich liegen. PV \"runterfahren\" geht
in < 1s. Klar, man _kann_ solche Kraftwerke auch notabschalten, aber dann
sind die für lange Zeit vom Netz, weil sowas meist nicht ohne Schäden an
der Anlage geht.

Nun, ich will nicht wissen, wieviele Braunkohlekraftwerke über den sonnigen
Mittag da auf Turbinenbypass gehen.
Wenn man einmal direkt neben einer 1 GW (elektrisch) Dampfturbine stand,
versteht man, das _diese_ Masse nicht spontan auf an/aus Wünsche reagiert.

Im Betrieb? Ist mir noch nie passiert. In Leibstadt wird davon abgeraten,
Siedewasserreaktor, N-16 und so.
Andernorts sind da so grosse Betonklötze drum rum, allerdings gegen, äh,
sehr makroskopische Partikelstrahlungen im Fall der Fälle.

Zwischen zwei 150 MW Turbinen im Betrieb im AKW stand ich schon. War
eigentlich nicht besonders imposant. Aber schön warm, das war der
Hauptunterschied zum Wasserkraftwerk. Insbesondere schön warm war
einem, wenn man vorher über das Dach geklettert und dann eingestiegen
ist, in vollem Atemschutz. Kurios eher die Bakelit-Knebelschalter
aus den 50ern, nun ja, ältestes im Betrieb befindliche AKW.

Gespeicherte Energie konnte ich nicht erkennen. Die Welle dreht
netzsynchron. Bei Schnellschluss der Dampfventile ist beinahe
instantan die abgegebene Leistung weg. Bissl Dampfdruck und wohl
etwas Phasengewackel liefert da nicht wirklich was.

--
mfg Rolf Bombach
 
R

Rolf Bombach

Guest
Josef Moellers schrieb:
On 09.11.21 17:30, Rolf Bombach wrote:
Heinz Schmitz schrieb:

     deren Spitzenleistung 30 kWp nicht überschreitet. Der große

Frage zwischendurch: Was ist hier mit 30 kWp gemeint? Ist das die
Summe aller kWp-Angaben auf den Modulen oder die tatsächlich
erreichte Spitzenleistung. Die wird ja kaum erreicht, da die Module
seltenst optimal ausgerichtet sind (und weitere Faktoren).

Die Summe der (k)Wp-Angaben auf den Modulen.
Da die ja (über den Wechselrichter) an\'s Netz an Netz angeschlossen
werden (sonst ergibt das alles ja keinen Sinn), wird das wimre von
Deinem Installateur an den Netzbetreiber gemeldet und hast Du eine
Rechnung für\'s Finanzamt.

Extrembeispiel: Ich habe 40 kWp (Modul-Datenblattleistung) auf die
Nordfassade meines Plattenbaus geklebt. Aus architektonischen Gründen
und weils eh billig ist heutzutage. (Leider sind diese \"Argumente\"
nicht wirklich selten.) Als was wird das verrechnet?

Sozusagen(!) Deine eigene Blödheit, wenn Du die Module so unglücklich
anbringst. Da kann man dem Finanzminister ja das Geld nicht
vorenthalten, was er zum Vergeuden braucht.

Danke für die Auskunft. Das war übrigens nicht meine Dummheit, das würde
ja das Urheberrecht verletzen, sondern lediglich eine Beobachtung einer solchen.

https://www.umweltarena.ch/wp-content/uploads/2019/04/energieautarkes_MFH.pdf
da wurden auch auf die nordseitigen Dächer PV gepappt, eben wegen der
Arschitektur und wegen Geld spielt eh keine Rolle. Der Wahnsinn kennt
da keine Grenzen.

--
mfg Rolf Bombach
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 02.12.2021 um 23:52 schrieb Rolf Bombach:
Christoph Müller schrieb:

Wenn das so ist - 40% Wirkungsgrad sind aber doch im Vergleich zu
85%...95% ein eher magerer. Sowas ist doch eher was für den
Schrottplatz. Die riesigen Dinger können doch nicht mal ihre typischen
60% Abwärme sinnvoll unterbringen. Sie müssen sie in teuren und
hochhausgroßen Kühltürmen wegwerfen, während nicht weit davon entfernt
Heizkessel betrieben werden, um die weggeworfene Wärme NOCHMAL als
Hausheizung bereit zu stellen.

Für ein Gaskraftwerk sehe ich eher 60% Wirkungsgrad.

60% ist immernoch deutlich weniger als 85% oder 95%.

Nehmen wir an, du benötigst 180 kWh Wärme zum Heizen.

Plan A: Ich verheize 235 kWh Öl oder Gas im stromerzeugenden
Heizkessel. Ich kriege die gewünschten 180 kWh Wärme und
dazu noch 50 kWh Strom.

Plan B. Ich verheize 183 kWh Gas im GuD-Kraftwerk und kriege
damit 110 kWh Strom. 50 kWh Strom behalte ich und 60 kWh
Strom füttere ich in eine Wärmepumpe, die damit die gewünschten
180 kWh Heizwärme produziert.

Plan B braucht viel höhere Investitionen weil viel mehr Technik. GuD UND
WP. Die WP liefert nur billige Niedertemperaturwärme. Damit läuft kein
Computer, kein Fernsehr, keine Mikrowelle, kein Herd, keine
Waschmaschine... Außerdem wird dann am Wenigsten Wärme produziert, wenn
man am Meisten davon braucht (Luft-WP). Das treibt die Belastung des
Netzes nach oben. Mit sinkender Temperatur steigt der Strombedarf
überproportional. Die Netze müssen ausreichend Übertragungskapazität zur
Verfügung stellen. Ist auch nicht ganz billig. Stromproduktion vor Ort
ist ja mit Plan B nicht vorgesehen. Damit könnten aber die Netze
entlastet werden und kostet auch nicht mehr. Ob WP mit Wärmetauscher
oder stromproduzierender Heizkessel - der technische Aufwand vor Ort ist
ähnlich hoch.

Klar, mit 40% aus dem Kohlekraftwerk würde ich 275 kWh Kohle
brauchen, dann rechnet sich das nicht mehr.

Du übersiehst dabei die punktgenaue Strom- und Wärmeproduktion. Nicht
weit von hier in Irsching steht ja so ein Super-GuD-Kraftwerk. Es wird
nur politisch am Leben gehalten, weil es EINE schöne Zahl liefert. 60%
elektrischer Wirkungsgrad. Aber was nützt das, wenn die Kiste gar nicht
läuft? Die Lastspitze, für die das Ding gebaut wurde, wird inzwischen
von der PV abgedeckt. Wenn schon genug Strom im Netz ist, ist es wenig
sinnvoll, das GuD-Kraftwerk auch noch anzuwerfen und damit Umweltschaden
anzureichern. Und so bleiben halt viel zu wenige Betriebsstunden im
Jahr, um noch rentabel arbeiten zu können.

Was mich aktuell ziemlich verblüfft: Es wird mit voller Wucht auf die
E-Mobilität umgestellt. Der Verbrenner ist quasi aus dem Rennen. Die
Leute, die sich damit sehr eingehend beschäftigt haben, verlieren ihren
Job oder müssen umschulen. In der E-Mobilität braucht man wesentlich
weniger Mitarbeiter. Es werden also viele Arbeitskräfte \"übrig bleiben\".

Warum setzt man diese Leute nicht auf stromproduzierende Heizkessel an?
Das wäre sicher eine willkommene Herausforderung für sie. Bis jetzt
wurden die Fahrzeugmotoren so gebaut, dass ein optimaler Kompromiss
zwischen Drehzahlvariabilität und Wirkungsgrad zustande kam. Im
optimalen Wirkungsgradbereich kommt man mit DIESEN Motoren bereits auf
40% Wirkungsgrad. Wird auf die Drehzahlvariabiltiät verzichtet, lässt
sich der Wirkungsgrad dieser kleinen Maschinen sicher noch um Einiges
verbessern. Die Platz- und Gewichtsproblematik fällt bei stationären
Maschinen weitgehend weg. Also wäre es auch kein Problem, am Auspuff
noch weitere Aggregate anzubringen. Nicht einfach nur einen Turbolader,
der mehr Luft in die Zylinder bläst. Damit lässt sich bei geeigneter
Dimensionierung auch Strom gewinnen. Muss auch keine Turbomaschine sein.
Könnte auch ein Stirling sein. Jedenfalls wäre das dann halt ein
mehrstufiger Prozess. Genau das machen die GuD-Kraftwerke auch so. Mit
einem mehrstufigen Prozess.

Da sollte man sich die Stückpreise in Abhängigkeit der Stückzahlen auch
mal zu Gemüte führen...

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 
V

Volker Staben

Guest
Am 02.12.21 um 22:45 schrieb Christoph Müller:
Am 02.12.2021 um 17:51 schrieb Volker Staben:
Am 02.12.21 um 10:25 schrieb Christoph Müller:
Die gesamte Primärregelenergie, die im Verbundnetz bereitsteht,
beläuft sich also überschlägig auf ±2.7e12 Ws.

Das sind +/- 750 MWh, wenn ich mich nicht verhaspelt habe.

Mein Taschenrechner sagt:

3e9 W * 15 Minuten * 60 s / 1 Minute = 2.7e12 Ws

Ich fürchte, Du bist um einen Faktor 4 neben der Spur.


Dann würde die gesamte verbundnetzweit benötigte
Zwischenkreiskapazität etwa 1.5e8 F betragen müssen. Oder: bei
angenommenen 2e7 Kleinsteinspeisern müsste die Zwischenkreiskapazität
jeweils ca. 7.5 F je Einspeiser betragen. Soweit meine Erinnerung
reicht, ist das mehrere Zehnerpotenzen größer als üblich. Nur mal so
als Replik auf \"etwas größere Kondensatoren\".

10 F bei 2,7 V kosten 4,46 Euro. Für die 30 Volt braucht man 12 Stück in
Serie.

1.: Und die Gesamtkapazität dieser Serienschaltung wäre dann wie groß?
Grundlagen, bitte!

2.: Der gesamte Zwischenkreiskondensator müsste übrigens auf die 630 V
hin ausgelegt sein. Du bräuchtest von Deinen Kondensatoren also ca. 4e4
Stück. Oder mit Deinem Stückpreis eine Gesamtsumme von 1.8e5 €.

Es ist völlig gaga, das mit Kondensatoren machen zu wollen.

V.
 
S

Sebastin Wolf

Guest
Am 03.12.2021 um 10:21 schrieb Volker Staben:
> Es ist völlig gaga, das mit Kondensatoren machen zu wollen.

Was ja bestens zu Christoph Müller passt.
 
H

Heinz Schmitz

Guest
Christoph Müller wrote:

...
In der E-Mobilität braucht man wesentlich
weniger Mitarbeiter. Es werden also viele Arbeitskräfte \"übrig bleiben\".

Warum setzt man diese Leute nicht auf stromproduzierende Heizkessel an?

Weil diese Heizkessel einen ähnlichen Nachteil haben wie Windräder
oder Fotovoltaik:

Windräder -> kein Strom bei Windstille
Fotovoltaik -> kein Strom ohne Sonne
Kraft-Wärme-Kopplung -> kein Wirkungsgrad bei Wärme

Grüße,
H.
 
S

Sebastin Wolf

Guest
Am 03.12.2021 um 11:22 schrieb Heinz Schmitz:
Christoph Müller wrote:

...
In der E-Mobilität braucht man wesentlich
weniger Mitarbeiter. Es werden also viele Arbeitskräfte \"übrig bleiben\".

Warum setzt man diese Leute nicht auf stromproduzierende Heizkessel an?

Weil diese Heizkessel einen ähnlichen Nachteil haben wie Windräder
oder Fotovoltaik:

Windräder -> kein Strom bei Windstille
Fotovoltaik -> kein Strom ohne Sonne
Kraft-Wärme-Kopplung -> kein Wirkungsgrad bei Wärme

Heinz Schmitz -> kein Hirn, ständig
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 03.12.2021 um 10:21 schrieb Volker Staben:
Am 02.12.21 um 22:45 schrieb Christoph Müller:
Am 02.12.2021 um 17:51 schrieb Volker Staben:
Am 02.12.21 um 10:25 schrieb Christoph Müller:

Die gesamte Primärregelenergie, die im Verbundnetz bereitsteht,
beläuft sich also überschlägig auf ±2.7e12 Ws.

Das sind +/- 750 MWh, wenn ich mich nicht verhaspelt habe.

Mein Taschenrechner sagt:

3e9 W * 15 Minuten * 60 s / 1 Minute = 2.7e12 Ws

Die Zahl 2.7e12 Ws habe ich doch gar nicht infrage gestellt.

> Ich fürchte, Du bist um einen Faktor 4 neben der Spur.

Sowas freut dich natürlich tierisch.

2,7e12 Ws / 3600s/h = 750.000.000 Wh
= 750.000 kWh
= 750 MWh

Wo ist der Fehler?

Dann würde die gesamte verbundnetzweit benötigte
Zwischenkreiskapazität etwa 1.5e8 F betragen müssen. Oder: bei
angenommenen 2e7 Kleinsteinspeisern müsste die Zwischenkreiskapazität
jeweils ca. 7.5 F je Einspeiser betragen. Soweit meine Erinnerung
reicht, ist das mehrere Zehnerpotenzen größer als üblich. Nur mal so
als Replik auf \"etwas größere Kondensatoren\".

10 F bei 2,7 V kosten 4,46 Euro. Für die 30 Volt braucht man 12 Stück
in Serie.

1.: Und die Gesamtkapazität dieser Serienschaltung wäre dann wie groß?
Grundlagen, bitte!

Oh je - mein Fehler. Sorry.

> Es ist völlig gaga, das mit Kondensatoren machen zu wollen.
Es war NIE geplant ALLES über Kondenstoren zu machen. Warum auch, wenn
sich Schwungmassen geradezu aufdrängen?

Außerdem hast du die Frage noch nicht beantwortet wieso diese Leistung
ausgerechnet 15 Minuten zur Verfügung stehen muss. In dieser Zeit kann
man locker zigtausende von Stromerzeugern starten oder stoppen oder
einfach \"Gas geben\" oder \"Druck vom Gas nehmen\". Das geht wirklich fix.

Die 15 Minuten kommen wir vor, als wollte man mit einem Auto mit
hoffnungslos ausgeschlagendem Lenkgetriebe fahren. Da muss man erst mal
30° am Lenkrad drehen, damit sich überhaupt was tut. Mit sowas würde ich
mich nicht auf die Straße wagen. Üblicherweise will man doch eine
möglichst direkte Lenkung, die schon auf kleinste Bewegungen adäquat
reagiert.

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 
V

Volker Staben

Guest
Am 03.12.21 um 11:35 schrieb Christoph Müller:

> Sowas freut dich natürlich tierisch.

Allein, dass Du so etwas unterstellst, spricht Bände. Natürlich ärgere
ich mich. Aber immerhin lag ich nicht um 3...5 Zehnerpotenzen daneben :)

2,7e12 Ws / 3600s/h = 750.000.000 Wh
                    = 750.000 kWh
                    = 750 MWh

Wo ist der Fehler?

hast schon Recht, dass eine Stunde vier Viertelstunden hat...

Es ist völlig gaga, das mit Kondensatoren machen zu wollen.
Es war NIE geplant ALLES über Kondenstoren zu machen.

Die Idee kam von Dir.

Außerdem hast du die Frage noch nicht beantwortet wieso diese Leistung
ausgerechnet 15 Minuten zur Verfügung stehen muss.

Weil das einfach die formalen Anforderungen sind. Und damit die
Spielregeln für die, die in der Sandkiste mitspielen wollen. Kann man
alles nachlesen. \"Es steht alles im Buch, was ich sage, nur nicht so
schön\" (Lehrer Bömmel).

Diese Zeitspanne resultiert aus den typischen dynamischen Eigenschaften
des Netzes und der Primär- und Sekundärregelung unter Betrachtung von
Verfügbarkeitsanforderungen an das Verbundnetz, typischen Ereignissen,
auf die Primär- und Sekundärregelung reagieren unter Berücksichtigung
der Kosten der Bereitstellung von Regelenergie.

Die 15 Minuten kommen wir vor, als wollte man mit einem Auto mit
hoffnungslos ausgeschlagendem Lenkgetriebe fahren. Da muss man erst mal
30° am Lenkrad drehen, damit sich überhaupt was tut. Mit sowas würde ich
mich nicht auf die Straße wagen. Üblicherweise will man doch eine
möglichst direkte Lenkung, die schon auf kleinste Bewegungen adäquat
reagiert.

Wieder eine Deiner seltsamen Analogien, die so überhaupt nicht passen.
Bei den 15 Minuten geht es um eine Eigenschaft eines kontinuierlichen,
weitestgehend linearen dynamischen Prozesses. Getriebelose ist ein
nichtlineares Phänomen, dass durch nichtlineare Kennlinien beschrieben
wird. Das hat zunächst einmal rein garnichts mit Dynamik zu tun.

V.
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Fri, 3 Dec 2021 10:21:36 +0100, Volker Staben wrote:
Am 02.12.21 um 22:45 schrieb Christoph Müller:
Am 02.12.2021 um 17:51 schrieb Volker Staben:
Am 02.12.21 um 10:25 schrieb Christoph Müller:
Die gesamte Primärregelenergie, die im Verbundnetz bereitsteht,
beläuft sich also überschlägig auf ±2.7e12 Ws.
Das sind +/- 750 MWh, wenn ich mich nicht verhaspelt habe.
Mein Taschenrechner sagt:
3e9 W * 15 Minuten * 60 s / 1 Minute = 2.7e12 Ws
Ich fürchte, Du bist um einen Faktor 4 neben der Spur.
Dann würde die gesamte verbundnetzweit benötigte
Zwischenkreiskapazität etwa 1.5e8 F betragen müssen.
10 F bei 2,7 V kosten 4,46 Euro. Für die 30 Volt braucht man 12 Stück in
Serie.
1.: Und die Gesamtkapazität dieser Serienschaltung wäre dann wie groß?
Grundlagen, bitte!

*LOL* Hey, wir sind hier doch nicht in de.sci.electronics, wo man sowas
eigentlich wissen müßte. Das ist de.alt.gruppenkasper mit einer Prise
de.rec.heimwerken.

2.: Der gesamte Zwischenkreiskondensator müsste übrigens auf die 630 V
hin ausgelegt sein. Du bräuchtest von Deinen Kondensatoren also ca. 4e4
Stück. Oder mit Deinem Stückpreis eine Gesamtsumme von 1.8e5 ¤.

Pappenstiel. Das sind ja - wenn ich mich nicht verhaspelt habe - keine
tausend Mark. Verdient jede Putzfrau im Monat mehr. Netto.

SCNR,
Volker
 
V

Volker Staben

Guest
Am 03.12.21 um 16:42 schrieb Volker Bartheld:
On Fri, 3 Dec 2021 10:21:36 +0100, Volker Staben wrote:
Am 02.12.21 um 22:45 schrieb Christoph Müller:
10 F bei 2,7 V kosten 4,46 Euro. Für die 30 Volt braucht man 12 Stück in
Serie.
1.: Und die Gesamtkapazität dieser Serienschaltung wäre dann wie groß?
Grundlagen, bitte!

*LOL* Hey, wir sind hier doch nicht in de.sci.electronics, wo man sowas
eigentlich wissen müßte. Das ist de.alt.gruppenkasper mit einer Prise
de.rec.heimwerken.

2.: Der gesamte Zwischenkreiskondensator müsste übrigens auf die 630 V
hin ausgelegt sein. Du bräuchtest von Deinen Kondensatoren also ca. 4e4
Stück. Oder mit Deinem Stückpreis eine Gesamtsumme von 1.8e5 €.

Pappenstiel. Das sind ja - wenn ich mich nicht verhaspelt habe - keine
tausend Mark. Verdient jede Putzfrau im Monat mehr. Netto.

Liegst Du da nicht mit einem Faktor 4 daneben?

*FG*, V.
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 03.12.2021 um 14:41 schrieb Volker Staben:

Bei den 15 Minuten geht es um eine Eigenschaft eines kontinuierlichen,
weitestgehend linearen dynamischen Prozesses.

Warum sind es ausgerechnet 15 Minuten? Könnten doch auch nur 5 oder gar
30 oder 60 Minuten sein?

Getriebelose ist ein
nichtlineares Phänomen, dass durch nichtlineare Kennlinien beschrieben
wird. Das hat zunächst einmal rein garnichts mit Dynamik zu tun.

Wozu braucht man Regelleistung für 15 Minuten, wenn man das Ganze auch
schon nach 2 Minuten ausgeregelt haben kann?

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 
V

Volker Staben

Guest
Am 03.12.21 um 18:02 schrieb Christoph Müller:
> Warum sind es ausgerechnet 15 Minuten?

Weil das einfach die formalen Anforderungen sind. Und damit die
Spielregeln für die, die in der Sandkiste mitspielen wollen. Kann man
alles nachlesen. \"Es steht alles im Buch, was ich sage, nur nicht so
schön\" (Lehrer Bömmel).

Diese Zeitspanne resultiert aus den typischen dynamischen Eigenschaften
des Netzes und der Primär- und Sekundärregelung unter Betrachtung von
Verfügbarkeitsanforderungen an das Verbundnetz, typischen Ereignissen,
auf die Primär- und Sekundärregelung reagieren unter Berücksichtigung
der Kosten der Bereitstellung von Regelenergie.


V.
 
M

Martin Gerdes

Guest
Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@kra.org> schrieb:

Warum setzt man diese Leute nicht auf stromproduzierende Heizkessel an?

Weil diese Heizkessel einen ähnlichen Nachteil haben wie Windräder
oder Fotovoltaik:

Windräder -> kein Strom bei Windstille
Fotovoltaik -> kein Strom ohne Sonne
Kraft-Wärme-Kopplung -> kein Wirkungsgrad bei Wärme

Das letztere wäre nicht so tragisch. Der \"stromproduzierende Heizkessel\"
produziert primär dann Strom, wenn die Photovoltaik keine liefert,
nämlich im Winter und bei Dunkelheit. Allerdings wären und blieben diese
Dinger halt teuer, weil technisch kompliziert. Und Energie ist ja
bekanntlich billig im Land, selbst aktuell, wo ihr Preis angeblich
\"explodiert\" ist.

Das will Christoph aber halt nicht wahrhaben.
 
M

Marte Schwarz

Guest
Hi Volker,
Warum sind es ausgerechnet 15 Minuten?

Weil das einfach die formalen Anforderungen sind. Und damit die

Diese Zeitspanne resultiert aus den typischen dynamischen Eigenschaften

.... des derzeit existierenden Netzes oder noch beser formuliert des
Netzes, das ausschließlich auf Großkraftwerke setzte und infolgedessen
sich kurzfristigere Regelkomponenten nicht als Alternativen anboten. Die
Anforderungen waren implementierungsgetrieben erstellt worden, statt
wirklich bedarfsorientiert. Das ist im Bereich Anforderungsmanagement
eine der Grundfehler, den man so machen kann. Wenn man nämlich neue
Techniken hat, dann passen die Anforderungen nicht mehr.

Du wirst aber auch nicht behaupten wollen, dass die rotierenden Massen
alleine in der Lage wären, eine Viertelstunde überbrücken zu können. Das
wird auf die Viertelstunge betrachtet sicher auch ein abgestimmtes
Szenario sein, oder etwa nicht.

Marte
 
S

Sieghard Schicktanz

Guest
Hallo Christoph Müller,

Du schriebst am Thu, 2 Dec 2021 22:45:37 +0100:

[Regelenergie u.a.]
Das sind +/- 750 MWh, wenn ich mich nicht verhaspelt habe. Das
Verbundnetz geht über ganz Europa. Das sind 746 Mio. Menschen oder
rund eine Wattstunde pro Nase. Das dreht man noch mit einer
Handkurbel. Warum sollte das ein stromproduzierender Heizkessel denn

Das bringt möglicherweise sogar eine Biene während ihrer Lebenszeit.
Du bringst hier - wieder einmal - Energie und _Leistung_ durcheinander.

> NICHT hin bekommen?

Sowas in 1h sicher, in 0,5sec? Dann werden aus dem 1W (_Leistung_!)
halt 7,2kW. Was soll das Ding für _Nennleistung_ haben?

[Zwischenkreiskondensatoren]
nehmen wir doch einfach mal an, dass die Zwischenkreisspannung etwa
600 V beträgt und durch Inanspruchnahme von Regelleistung um ±30 V
schwanken darf.

Dann würde die gesamte verbundnetzweit benötigte
Zwischenkreiskapazität etwa 1.5e8 F betragen müssen. Oder: bei
angenommenen 2e7 Kleinsteinspeisern müsste die
Zwischenkreiskapazität jeweils ca. 7.5 F je Einspeiser betragen.
....
10 F bei 2,7 V kosten 4,46 Euro. Für die 30 Volt braucht man 12 Stück
in Serie. 12*4,46€ = 53,52€

Mit E-Technik hastes auch nichgrade groß?
Die Kapazität geht bei einer Reihenschaltung invers mit der Anzahl der
Kondensatoren \'runter, Du mußt also das verbleibende 1/12 durch
Parallelschalten von 12 solcher Reihenschaltungen wieder auf Nennwert
bringen, also 144 Stück einsetzen. Dann schaut die Rechnung schon
weniger \"nett\" aus: 144 * 4,46€ = 642,24€. \"Bisserl\" mehr als Dein
Wert. Dann brauchen die Dinger noch Hilfsschaltungen zum Ausgleichen,
Überwachen und so, verbunden werden müßen sie, abgesichert - da kommt
noch bisserl Aufwand obendrauf, und dann kosten die 10F am Ende was
um 1k€ (= 1000€).

OK, ist nur für DC. Muss man eben \"die andere Seite\" auch noch
mitnehmen. Dann sind\'s 107,04€. Soll die ganze Regelei 200,- Euro
Aufpreis kosten - das haut einen noch nicht vom Hocker.

Einen Phantasten nicht, wenn er nachrechnen würde und das mit
_richtigen_ Daten machte, fiele er ganz schnell hart auf \"den Boden der
Tatsachen\" \'runter.
(Bei diesen dicken Brocken an Fehlern in Deinen Abschätzungen macht der
[Schreib-] Fehler in Deinem Vorposting, wo Du \"200.000.000\" Watt
ausgerechnet und dann \"20MW\" weiter geschrieben hattest, auch schon
nichts mehr weiter aus.)

....
machen. Nur ist mit den kleinen Dingern nach 200 mHz noch lange nicht
Schluss. Man kann noch wesentlich größere Drehzahländerungen nutzen.

Nur dann, wenn der Generator über einen Umrichter arbeitet, aber
erheblich mehr als +-10%, vielleicht 15% Drehzahlschwankung tut der
Funktion dieser Gerätchen auch nicht so gut.

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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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Sieghard Schicktanz

Guest
Hallo Rolf Bombach,

Du schriebst am Thu, 2 Dec 2021 23:33:07 +0100:

Idee, noch mal rasch einen Tee kochen zu wollen. Um so was
abzufangen, müsste so etwa jeder zweite Haushalt ein Stützakku für
0.1 kWh haben. OK, Motorradakku, aber immerhin. Jedenfalls keinen
Kondensator. So was löst man besser zentral.

Wieso muß sowas zentral laufen? Ich hätte durchaus gerne meinen eigenen
kleinen Teewasserkoch-Stützakku im Haus, am besten gleich als USV
ausgeführt und mit Anschluß an die (ggfs. vorhandene) PV-Anlage.
Dann muß doch auch garnix mehr \"abgefangen\" werden, da passiert dann
doch nach außen hin garnix relevantes?

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Sieghard Schicktanz

Guest
Hallo Christoph Müller,

Du schriebst am Thu, 2 Dec 2021 23:47:41 +0100:

> Unsere Profs haben immer gesagt, dass die Natur keine Sprünge macht.

Die Quantennatur macht aber doch welche.

Selbst der härteste Spike hat bei genauem Hinsehen noch seine
Rundungen. So gesehen wäre es schon verwunderlich, wenn das Teekochen

Das ist aber auch kein Widerspruch, weil es ja die
Überlagerungszustände gibt, die sich wieder voll analog mischen, wenn
auch \"etwas\" anders als im grob\"klassischen\" Regime.

....
Stromerzeuger starten. Das läuft bei den Kleinanlagen gar nicht mehr
\"Primärregelung\". Da könnte man schon richtig über den Preis
\"verhandeln\" und \"regulären Betrieb\" fahren.

Die Idee, das über \"den Preis\" zu machen, ist eine Schnapsidee, wenn es
um schnelle Reaktion geht. Der (abgerechnete) Preis muß _kalkulierbar_
bleiben, was bedeutet, daß er über einen Zeitraum im Bereich wenigstens
einer Stunde konstant gehalten werden muß. Wenn man\'s kompliziert
machen will, könnte man ja mehrere \"Preisspuren\" fahren, die über
unterschiedliche Zeiträume gelten und unterschiedlich bewertet werden.
Als alleiniges Kriterium für eine Regelung taugt das nicht.

--
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nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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C

Christoph Müller

Guest
Am 03.12.2021 um 22:15 schrieb Sieghard Schicktanz:
Hallo Christoph Müller,
Du schriebst am Thu, 2 Dec 2021 23:47:41 +0100:

...
Stromerzeuger starten. Das läuft bei den Kleinanlagen gar nicht mehr
\"Primärregelung\". Da könnte man schon richtig über den Preis
\"verhandeln\" und \"regulären Betrieb\" fahren.

Die Idee, das über \"den Preis\" zu machen, ist eine Schnapsidee, wenn es
um schnelle Reaktion geht.

Welche Zeit meinst du hier?

> Der (abgerechnete) Preis muß _kalkulierbar_ bleiben,

Zumindest in etwa. Es gibt viele Sachen mit ständig floatenden
Preisen/Einnahmen/Ausgabe. Sprit an der Tankstelle, Telefonrechnung,
Biergarten, Abrechnung nach Aufwand generell, Wertpapiere, Aktienkurse,
Börsenkurse, Edelmetallpreise, diverse Computerchips, Wetten, Spiele,
wetterabhängige Aktivitäten wie Wandern, Bergsteigen, Baden, Klettern,
Gastronomie, Open-Air-Veranstaltungen, Landwirtschaft, selbständige
Arbeit, ...

was bedeutet, daß er über einen Zeitraum im Bereich wenigstens
einer Stunde konstant gehalten werden muß.

Wozu soll das gut sein?

Wenn man\'s kompliziert
machen will, könnte man ja mehrere \"Preisspuren\" fahren, die über
unterschiedliche Zeiträume gelten und unterschiedlich bewertet werden.
Als alleiniges Kriterium für eine Regelung taugt das nicht.

Klar taugt sowas nicht. Sowas ist ja auch nicht vorgesehen. Vorgesehen
ist sowas wie ein PID-Regler. Der Ausgang des Reglers ist allerdings
keine Spannung, Druck oder Strom, sondern ein mittlerer Strompreis, der
anschließend noch mit einer Handelsspanne versehen wird.
--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 
C

Christoph Müller

Guest
Am 03.12.2021 um 19:10 schrieb Martin Gerdes:
Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@kra.org> schrieb:

Warum setzt man diese Leute nicht auf stromproduzierende Heizkessel an?

Weil diese Heizkessel einen ähnlichen Nachteil haben wie Windräder
oder Fotovoltaik:

Windräder -> kein Strom bei Windstille
Fotovoltaik -> kein Strom ohne Sonne
Kraft-Wärme-Kopplung -> kein Wirkungsgrad bei Wärme

Das letztere wäre nicht so tragisch. Der \"stromproduzierende Heizkessel\"
produziert primär dann Strom, wenn die Photovoltaik keine liefert,
nämlich im Winter und bei Dunkelheit. Allerdings wären und blieben diese
Dinger halt teuer, weil technisch kompliziert.

Was genau soll da so technisch kompliziert sein, dass es unerschwinglich
oder zumindest zwangsläufig unwirtschaftlich wäre? Weißt du, wie
kompliziert ein Freikolben-Stirlingmotor ist? Unserer läuft seit 10
Jahren wartungsfrei. Gewartet werden nur die Brenner und Wärmetauscher.
Wie bei einem normalen Heizkessel eben auch. Es sind halt zwei Brenner
verbaut. Der große läuft nur wenige Stunden pro Jahr, wenn\'s besonders
kalt ist.

Und Energie ist ja
bekanntlich billig im Land, selbst aktuell, wo ihr Preis angeblich
\"explodiert\" ist.

Das will Christoph aber halt nicht wahrhaben.

Christoph ist aufgefallen, dass ab Werkszaun der Strom für 6...8 ct/kWh
zu haben ist, der Wert aber in erster Linie nur theoretischer Natur ist.
Praktisch zahlt man nämlich an seiner eigenen Wohnungsgrenze irgendwas
um 30 ct/kWh, was auf einen arg \"verbeulten\" und \"verschlissenen\" Markt
hin deutet. Solche Relikte aus längst vergangenen Zeiten bräuchten mal
eine ordentliche Generalsanierung mit Anpassung an das heute reale Leben
und seine Anforderungen.

--
Servus
Christoph Müller
www.astrail.de
 

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