Warum ist die (private) Fotovoltaik am Ende?...

A

Axel Berger

Guest
Heinz Schmitz wrote:
> Ist das nötig?

Ja. Selbst wenn Du Nachschlüssel für Deine Wohnung verteiltest wie
Konfetti, brauchte es erheblichen Personalaufwand, Dich rund um die Uhr
auszuschnüffeln. Das ist den interessierten Kreisen zu teuer.


--
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R

Rolf Bombach

Guest
Hans-Peter Diettrich schrieb:
On 3/10/22 6:54 PM, Rolf Bombach wrote:

Den Kondensator hat man primär zur Erhöhung des Wirkungsgrads.

Das sehe ich als sekundär an, weil zuerst einmal Wasser für die Speisewasserpumpe herauskommen muß. Was nicht heißen soll, daß der Wirkungsgrad unwesentlich ist, im Bypassbetrieb aber wirklich keine
Rolle spielt. Da sehe ich Spielraum für die Auslegung der Kühlung.

Eine Speisewasserpumpe ist nötig, um überhaupt Wasser in den Kessel zu
bekommen. Das ist bei 200 bar nicht einfach.
Das Wasser muss nicht aus dem Kondensator kommen. Das macht man aus
ökonomischen Gründen, da die Speisewasseraufbereitung aufwändig und
teuer ist. Ausserdem möchte man beim AKW da keinen offenen Kreislauf.

Dampflokomotiven sehen das anders. Kennt man vom Wildwestfilm, die
markanten Türme am Bahnhof, wo neues Wasser gefasst werden muss.

Mit Kondensator
kann man den Druck zwischen 1 atm und fast Vakuum (25 mbar oder so, je nach Jahreszeit)
ausnutzen.

Mit \"Jahreszeit\" meinst Du wohl die Temperatur und Menge des verfügbaren Kühlwassers?

Ja. Das macht einiges aus. Manche Kraftwerke müssen im Hochsommer reduzieren, damit
der Gegendruck für die Turbine nicht gefährlich wird.
BTW, es gibt Nass- und Trockenkühltürme.

--
mfg Rolf Bombach
 
R

Rolf Bombach

Guest
Hans-Peter Diettrich schrieb:
On 3/10/22 6:47 PM, Rolf Bombach wrote:
Hans-Peter Diettrich schrieb:

In einer Turbine wird primär Druck abgebaut, was auch zu einer Abkühlung des Dampfes führt. Der Bypass muß den Druck ebenfalls
abbauen,

Entspannung eines idealen Gases (überhitzter Dampf ist eines)
führt zu keiner Abkühlung. Die Druckstufung liefert allerdings
einen Entropieterm, der es ermöglicht, einen Teil der Wärme
in mechanische Energie umzusetzen. Die Entnahme dieser Energie
führt zur Abkühlung. Beim Bypassventil passiert das nicht.
Das ist bei Ventilen für die Gasphase so.

sonst explodiert der Kondensator.

Nein. Der Kondensator muss die Wärme abführen.

Wieveil muß er auch im Bypass-Betrieb noch abführen können?

Das AKW heizt z.B. mit 3 GW, 1 GW wird als elektrische Energie
ausgekoppelt, 2 GW müssen weggekühlt werden. Bei Bypassbetrieb
dann halt 3 GW. Diese Überdimensionierung muss vorhanden sein.
Beim Kohlekraftwerk ist es noch etwas aggressiver, da die einen
etwas höheren Wirkungsgrad haben.
Der Kondensator muss die zusätzliche Wärme abführen können. Das muss
er sowieso können.

Das ist eine Frage der Auslegung. Muß ein Kondensator immer und dauerhaft die volle Energie des Dampferzeugers abführen künnen? Bei welchem Druck?

Ja. Der Druck entspricht dem Dampfdruck von Wasser bei der Temperatur
der kältesten Stelle. Bei dem hohen Umsatz stimmt das nur ansatzweise.
Jederzeit muss das Kraftwerk spontan vom Netz
genommen werden können. Kesselseitige Regelung ist insbesondere bei
Braunkohle viel zu langsam.

Das ist richtig, deshalb meine Bedenken. Ein Kondensator ist ja auf Unterdruck ausgelegt, und könnte Probleme bekommen, wenn der Dampf nur noch auf höhere Temperatur und Überdruck kondensiert werden
kann.

Die Kühlwasserseite ist eh auf Atmosphärendruck oder höher. Bei der
hohen Durchströmung wahrscheinlich einige bar höher, damit es nicht
zu Kavitation kommt. Auch die Kühlwasserpumpen müssen deshalb auf
einige bar Gegendruck arbeiten. Bei Kavitation erlöscht sonst nach 10s
die Garantie. Diese Angabe ohne Nennung des Kraftwerks.

--
mfg Rolf Bombach
 
R

Rolf Bombach

Guest
Eric Bruecklmeier schrieb:
Spielt das in dieser Gruppe irgendeine Rolle?

Nicht wirklich. Ich warte nur noch auf \"OT: Elektronik (was: Kugelgrill)\".

--
mfg Rolf Bombach
 
R

Rolf Bombach

Guest
Marte Schwarz schrieb:
Hi Bernd,
Auch das ist handhabbar: Wer nicht will, der darf gerne einem Vertrag zustimmen, der dauerhaft hohe Preise abrechnet...

Nachtstrom ist allerdings kaum billiger

Allein, dass Du heute den Begriff aus der Atomstromgeneration nutzt, um hier etwas beizusteuern, zeigt, wie weit Dein Wisse vom heutigen Alltag weg ist :-(

Richtig. German ist eh out, das muss mindestens denglish sein. Oder mit Icons.
Der Boiler-Schalter hier hat daher <Mondsymbol> <0> <Sonnensymbol>.
\"Nacht\" ist in der 24h-Gesellschaft eh nicht mehr definiert.

--
mfg Rolf Bombach
 
A

Axel Berger

Guest
Rolf Bombach wrote:
Eine Speisewasserpumpe ist nötig, um überhaupt Wasser in den Kessel zu
bekommen.

Nur wenn es entspannt wird. Thermosyphon unter Druck ist mit einer
großen Senke prinzipiell möglich, aber mit Blick auf andere
Designkriterien erheblich unpraktikabel.


--
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Thomas Prufer

Guest
On Wed, 16 Mar 2022 20:38:06 +0100, Rolf Bombach
<rolfnospambombach@invalid.invalid> wrote:

Dampflokomotiven sehen das anders. Kennt man vom Wildwestfilm, die
markanten Türme am Bahnhof, wo neues Wasser gefasst werden muss.

O-OT, was: OT (was: OT)

Ich erinnerte mich an kondensierende Dampflokomotiven, irgendwas mit Wüste und
Reichweite...

Da gab\'s mehr:
<https://en.wikipedia.org/wiki/Condensing_steam_locomotive>

Wurde eingesetzt in Tunneln, zur Reichweitenerhöhung, oder \"to reduce the
visible exhaust plume and so avoid air attacks on the Eastern Front of World War
II.\"

Nun zurück zur OT-Ebene (n-1)...


Thomas Prufer
 
O

Ole Jansen

Guest
Am 17.03.22 um 08:29 schrieb Thomas Prufer:
On Wed, 16 Mar 2022 20:38:06 +0100, Rolf Bombach
rolfnospambombach@invalid.invalid> wrote:


Dampflokomotiven sehen das anders. Kennt man vom Wildwestfilm, die
markanten Türme am Bahnhof, wo neues Wasser gefasst werden muss.

O-OT, was: OT (was: OT)

OO-OT: Während WK2 gab es in CH Dampflokomotiven mit behelfsmäßigen
Stromabnehmern und elektrischer Heizung. Kohle kam damals aus
Deutschland und war knapp. Strom aus Wasserkraft war hingegen
verfügbar...

O.J.
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Fri, 18 Mar 2022 10:45:07 +0100, Ole Jansen wrote:
Am 17.03.22 um 08:29 schrieb Thomas Prufer:
On Wed, 16 Mar 2022 20:38:06 +0100, Rolf Bombach
rolfnospambombach@invalid.invalid> wrote:
Dampflokomotiven sehen das anders. Kennt man vom Wildwestfilm, die
markanten Türme am Bahnhof, wo neues Wasser gefasst werden muss.
O-OT, was: OT (was: OT)
OO-OT: Während WK2 gab es in CH Dampflokomotiven mit behelfsmäßigen
Stromabnehmern und elektrischer Heizung. Kohle kam damals aus
Deutschland und war knapp. Strom aus Wasserkraft war hingegen
verfügbar...

Das Pendant zum heutigen hybriden Elektroauto. So wiederholt sich die Zeit.
Und wenn das in der Ukraine so weitergeht, kommt auch der Holzvergaser
wieder.

Volker
 
R

Rolf Bombach

Guest
Martin Gerdes schrieb:
Erst bei sehr guter Dämmung kommen die Heizkosten eines Wohnquartier mit
elektrischer Wärmepumpenheizung in die Größenordnung eines gasbezeizten
Wohnquartiers mit mäßiger Dämmung.

Bereits wenige Wochen später bekommen solche Statements etwas tragikomisches.

--
mfg Rolf Bombach
 
A

Axel Berger

Guest
Rolf Bombach wrote:
> Bereits wenige Wochen später bekommen solche Statements etwas tragikomisches.

Na ja, wie das Prognosen für die Zukunft eben so ist. Ich erwarte
mittelfristig ohne kurzfristige Ausschläge einen geringeren Ansteig des
Heizöl- als des Strompreises. Wenn nicht wäre es nicht das erste Mal,
daß ich falsch lag.


--
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Rolf Bombach

Guest
Axel Berger schrieb:
Wolfgang Allinger wrote:
Ja die Gleichungen sind wirklich schlimm.

Da sagst Du was. Die \"angepaßten Größengleichungen\" wo man die richtige
Einheiten auswendiglernen muß und die scheinbar dimnsionslosen
Konstanten und Parameter darin. Ich kam zum Fach mit einem Vordiplom
Physik und so was trieb und treibt mich die Wände hoch.

Volle Zustimmung. Diese Gleichungen sind vorallem in Büchern mit
Titeln wie Physik für Lehrlinge oder dergleichen. Allein die
Titel sind beleidigend und irreführend. Sehr \"nett\" sind welche
mit dem elektrostatischen cgs-System.

Wenn man die Dimension der Konstanten explizit hinschreibt und mitführt
dann man Längen in Zoll, Zeiten in Wochen und Energien in Kalorien
einsetzen und das Ergebnis stimmt, zumindest wen man am Schluß
übrigbelinbende dimensionslose Faktoren wie Wochen pro Sekunde durch den
richtigen Zahlenwert ersetzt. So habe ich das in der Mittelstufe gelernt
und so mache ich es noch heute. Daß die eingestzten einheiten sich zur
Wunscheinheit des Ergebnisses wegkürzen ist einen wunderbare
Fehlerkontrolle beim Ansatz der Gleichung -- und ja, ich mache Fehler.

Genau. Allerdings nicht zu verwechseln mit tatsächlich dimensionslosen
Grössen, welche im MaschBau halt vorkommen und auch ihre Berechtigung
haben. Bekannt ist vorallem die Reynoldszahl. Bei den Verbrennern auch
noch die Lewis-, Karlovitz-, Damköhler-, Markstein- etc. Zahlen.

> Stimmt, aber zum Abschlußzeugnis leider schon.

Meine Theorie ist, dass es eine konstante Anzahl an guten Ings gibt
im Verhältnis zur Bevölkerung. Das kann man mit explodierenden
Zulassungszahlen nicht ändern.

--
mfg Rolf Bombach
 
E

Eric Bruecklmeier

Guest
Am 05.04.2022 um 22:46 schrieb Rolf Bombach:


[...]

Meine Theorie ist, dass es eine konstante Anzahl an guten Ings gibt
im Verhältnis zur Bevölkerung. Das kann man mit explodierenden
Zulassungszahlen nicht ändern.

Dieses \"Problem\" löst sich gerade selbst, die Anfängerzahlen sind im
Sturzflug....
 
A

Andreas Fecht

Guest
Am 05.04.2022 um 22:46 schrieb Rolf Bombach:
Stimmt, aber zum Abschlußzeugnis leider schon.

Meine Theorie ist, dass es eine konstante Anzahl an guten Ings gibt
im Verhältnis zur Bevölkerung. Das kann man mit explodierenden
Zulassungszahlen nicht ändern.

Herr Dueck meint, es gibt max. 7% Tekkis in der Bevölkerung.

https://youtu.be/_BdalZmYF3k?t=269

Gruß Andreas
 
R

Rolf Bombach

Guest
Eric Bruecklmeier schrieb:
Am 05.04.2022 um 22:46 schrieb Rolf Bombach:


[...]

Meine Theorie ist, dass es eine konstante Anzahl an guten Ings gibt
im Verhältnis zur Bevölkerung. Das kann man mit explodierenden
Zulassungszahlen nicht ändern.


Dieses \"Problem\" löst sich gerade selbst, die Anfängerzahlen sind im Sturzflug....

Huch?
ETHZ, Ingenieurwesen, BSc Anfänger 2015-2021:
3229 3270 3437 3530 3779 3987 4103

Allenfalls kleiner, nicht signifikanter, Durchhänger bei den E-Ings.

https://ethz.ch/staffnet/de/finanzen-und-controlling/zahlen-und-fakten/studierende.html

--
mfg Rolf Bombach
 
E

Eric Bruecklmeier

Guest
Am 26.04.2022 um 22:48 schrieb Rolf Bombach:


[...]


ETHZ, Ingenieurwesen, BSc Anfänger 2015-2021:
3229   3270   3437   3530  3779   3987   4103

Allenfalls kleiner, nicht signifikanter, Durchhänger bei den E-Ings.

https://ethz.ch/staffnet/de/finanzen-und-controlling/zahlen-und-fakten/studierende.html

Das sieht an den Fachhochschulen hierzulande *deutlich* anders aus. Aber
es gehen nicht nur die Anfängerzahlen brutal zurück, auch die
Erfolgsquote entwickelt sich deutlich Richtung Süden. Coronabereinigte
Schätzungen gehen von derzeit etwa 30% aus.

Da kommt nichts Gutes auf uns zu...
 
T

Theo Bomba

Guest
Am 27.04.2022 um 07:36 schrieb Eric Bruecklmeier:
Am 26.04.2022 um 22:48 schrieb Rolf Bombach:


[...]


ETHZ, Ingenieurwesen, BSc Anfänger 2015-2021:
3229   3270   3437   3530  3779   3987   4103

Allenfalls kleiner, nicht signifikanter, Durchhänger bei den E-Ings.

https://ethz.ch/staffnet/de/finanzen-und-controlling/zahlen-und-fakten/studierende.html


Das sieht an den Fachhochschulen hierzulande *deutlich* anders aus. Aber
es gehen nicht nur die Anfängerzahlen brutal zurück, auch die
Erfolgsquote entwickelt sich deutlich Richtung Süden. Coronabereinigte
Schätzungen gehen von derzeit etwa 30% aus.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Hochschulen/_inhalt.html


> Da kommt nichts Gutes auf uns zu...

Keine Panik.
 
M

Marte Schwarz

Guest
Hi Eric,
Das sieht an den Fachhochschulen hierzulande *deutlich* anders aus. Aber
es gehen nicht nur die Anfängerzahlen brutal zurück, auch die
Erfolgsquote entwickelt sich deutlich Richtung Süden. Coronabereinigte
Schätzungen gehen von derzeit etwa 30% aus.

Da kommt nichts Gutes auf uns zu...

+1 :-(

Ich bin gespannt, wie die Studis aus dem Coronaloch aufwachen. So wie es
aussieht, wird es keine Weichspühler-APO mehr geben.

Marte
 
E

Eric Bruecklmeier

Guest
Am 27.04.2022 um 10:34 schrieb Marte Schwarz:
Hi Eric,
Das sieht an den Fachhochschulen hierzulande *deutlich* anders aus.
Aber es gehen nicht nur die Anfängerzahlen brutal zurück, auch die
Erfolgsquote entwickelt sich deutlich Richtung Süden. Coronabereinigte
Schätzungen gehen von derzeit etwa 30% aus.

Da kommt nichts Gutes auf uns zu...

+1 :-(

Ich bin gespannt, wie die Studis aus dem Coronaloch aufwachen. So wie es
aussieht, wird es keine Weichspühler-APO mehr geben.

Hier wird es eine ziemliche Katastrophe geben - das ist absehbar...
 

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