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Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht?...

K

Klaus Butzmann

Guest
Am 17.09.2020 um 11:10 schrieb Heinz Schmitz:

Regelmässige längere Handhabung in Esszimmer oder Küche kann
ausreichen.
Oder auf der Sekundärseite der Verstoffwechselung...

Butzo
 
R

Rolf Bombach

Guest
Reinhardt Behm schrieb:
Es hat jetzt nichts mit den Dioden zu tun, aber lieferten mal einige Geräte mit TFT an die olivgrüne Trachtentruppe.
Nach einem halben Jahr waren bei den TFTs einige Zeilen und/oder Spalten ausgefallen.
Der Hersteller hat sie untersucht und gefunden, dass sie  wohl in Schwefel haltiger Umgebung gewesen sein mussten. An den Kontaktierungen zum eigentlichen Display hatten sich durch Kupfersulfid
Kurzschlüsse gebildet. Vom Gerät selbst konnten keine Schwefel-Ausdünstugen kommen. Keiner weiß,  was  die  da wohl gelagert hatten.
Landwirtschaftliche Umgebung reicht vollkommen. Schwefel greift
auch Silber an, BNC-Zeug wird total schwarz, hab selber einiges
entsorgen müssen. Auch Silberkontakte in Drehschaltern leiden enorm,
da reicht \"selbstreinigende Messerkontakte\" nicht mehr.
Keramik Laufen musste vor Jahrzehnten mal massiv Schadenersatz
leisten. Wand- und Bodenkacheln hatten da noch Bleiweiss. Eine
Charge Kacheln war irgendwie nicht korrekt lasiert worden (oder
wie das heisst). Des Bauers Badezimmer wurde innert Monaten
schwarz.
Übel auch Chlor- und Chloridhaltige Atmosphäre. Unsere Chlor-
Zink-Batterieleute haben mal ein Lab voller Messgeräte damit
ruiniert.
Fluor- und Fluorid ist auch so eine Pest. Einer meiner Ex-
Chefs hat da mal einen schweren Korrosionsfall an einer
Heizungsanlage untersuchen müssen. Nach längerem Rätseln:
In der Nachbarschaft war ein Frisör mit reichlich Spray-
verbrauch. Die Abluft gelangte in die Zuluft des Brenners...
Ich hatte mal ein Fluor-Leck im Labor, es ging Tage, bis
ich den Geruch richtig einordnen konnte.

--
mfg Rolf Bombach
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 20.09.20 um 13:29 schrieb Rolf Bombach:
Reinhardt Behm schrieb:

Es hat jetzt nichts mit den Dioden zu tun, aber lieferten mal einige
Geräte mit TFT an die olivgrüne Trachtentruppe.
Nach einem halben Jahr waren bei den TFTs einige Zeilen und/oder
Spalten ausgefallen.
Der Hersteller hat sie untersucht und gefunden, dass sie  wohl in
Schwefel haltiger Umgebung gewesen sein mussten. An den
Kontaktierungen zum eigentlichen Display hatten sich durch
Kupfersulfid Kurzschlüsse gebildet. Vom Gerät selbst konnten keine
Schwefel-Ausdünstugen kommen. Keiner weiß,  was  die  da wohl gelagert
hatten.

Landwirtschaftliche Umgebung reicht vollkommen. Schwefel greift
auch Silber an, BNC-Zeug wird total schwarz, hab selber einiges
entsorgen müssen. Auch Silberkontakte in Drehschaltern leiden enorm,
da reicht \"selbstreinigende Messerkontakte\" nicht mehr.
Keramik Laufen musste vor Jahrzehnten mal massiv Schadenersatz
leisten. Wand- und Bodenkacheln hatten da noch Bleiweiss. Eine
Charge Kacheln war irgendwie nicht korrekt lasiert worden (oder
wie das heisst).
Glasiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Glasur_(Keramik)

Des Bauers Badezimmer wurde innert Monaten
schwarz.
Übel auch Chlor- und Chloridhaltige Atmosphäre. Unsere Chlor-
Zink-Batterieleute haben mal ein Lab voller Messgeräte damit
ruiniert.
Fluor- und Fluorid ist auch so eine Pest. Einer meiner Ex-
Chefs hat da mal einen schweren Korrosionsfall an einer
Heizungsanlage untersuchen müssen. Nach längerem Rätseln:
In der Nachbarschaft war ein Frisör mit reichlich Spray-
verbrauch. Die Abluft gelangte in die Zuluft des Brenners...
Ich hatte mal ein Fluor-Leck im Labor, es ging Tage, bis
ich den Geruch richtig einordnen konnte.
 
J

Joerg

Guest
On 9/14/20 9:59 AM, stefan wrote:
Hallo,

ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden
wegen Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb der
Diode verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden
offenbar nicht wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10 gleiche
Baugruppen. Davon sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen.

Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, ...
Da ist nicht normal. Die Verbindung Glas-Draht sollte hermetisch dicht
sein. Roehren, Reed-Relais und aehnliche Bauteile werden aehnlich
gefertigt und selbst deren Vakuum haelt Jahrzehnte.


... oder handelt es sich
bei den verbauten Dioden um Murx?
-> Murks.

Einige meiner Sachen sind in der Karibik im Einsatz und da beschlaegt
aber auch alles mit Kondenswasser, inklusive der Fensterscheiben _in_
der Huette. Es ist noch nie etwas davon in Bauteile eingedrungen, selbst
wenn die Platinen nicht geschuetzt waren.

Ich wuerde in diesem Fall allerdings Conformal Coating erwaehnen. Weiss
nicht wie es in Deutsch heisst, im Prinzip eine Beschichtung der
bestueckten Platine gegen Wassereindringung.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
 
H

Helmut Schellong

Guest
On 09/20/2020 21:48, Joerg wrote:
On 9/14/20 9:59 AM, stefan wrote:
Hallo,

ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden wegen
Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb der Diode
verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden offenbar nicht
wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10 gleiche Baugruppen. Davon
sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen.

Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, ...


Da ist nicht normal. Die Verbindung Glas-Draht sollte hermetisch dicht sein.
Roehren, Reed-Relais und aehnliche Bauteile werden aehnlich gefertigt und
selbst deren Vakuum haelt Jahrzehnte.
Ja, früher waren alle Halbleiter-Gehäuse aus Metall, Glas, Porzellan,
Keramik, und sie waren ausdrücklich hermetisch dicht.


--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong var@schellong.biz
www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_proj.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_unsinn.htm
 
S

stefan

Guest
Am 20.09.2020 um 21:48 schrieb Joerg:
On 9/14/20 9:59 AM, stefan wrote:
Hallo,

ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden
wegen Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb
der Diode verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden
offenbar nicht wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10
gleiche Baugruppen. Davon sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen.

Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, ...


Da ist nicht normal. Die Verbindung Glas-Draht sollte hermetisch dicht
sein. Roehren, Reed-Relais und aehnliche Bauteile werden aehnlich
gefertigt und selbst deren Vakuum haelt Jahrzehnte.


 ... oder handelt es sich bei den verbauten Dioden um Murx?


-> Murks.
Da sollten wir wohl mal mit dem Bestücker reden...

Einige meiner Sachen sind in der Karibik im Einsatz und da beschlaegt
aber auch alles mit Kondenswasser, inklusive der Fensterscheiben _in_
der Huette. Es ist noch nie etwas davon in Bauteile eingedrungen, selbst
wenn die Platinen nicht geschuetzt waren.
Ich vermute, dass es bei dem Kunden ähnlich aussieht. Tropisches Klima
und im Betrieb wird mit heißem Wasser gearbeitet. Und da es um
Lebensmittel geht, wird auch auch heftig gekühlt.

Unsere Anlage hat einige zig KW und produziert dementsprechend auch
einiges an Abwärme, allerdings nicht auf den ausgefallenen Platinchen.

Ich wuerde in diesem Fall allerdings Conformal Coating erwaehnen. Weiss
nicht wie es in Deutsch heisst, im Prinzip eine Beschichtung der
bestueckten Platine gegen Wassereindringung.
Ich hab mir vor kurzem sowas angesehen bzw. Platinen als Muster
beschichten lassen. Da ging es allerdings um Anlagen die nach Norwegen
sollten ;-) Das hat man dann eher Problem mit Wikingern und Salzwasser.
 
R

Rolf Bombach

Guest
Hartmut Kraus schrieb:
Am 20.09.20 um 13:29 schrieb Rolf Bombach:
....
Charge Kacheln war irgendwie nicht korrekt lasiert worden (oder
wie das heisst).

Glasiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Glasur_(Keramik)
Man hat keine Ahnung und daher eine Meinung. Also sucht
man in Wiki nicht nach Lasierung sondern Glasierung,
ersteres will man ja falsifizieren und letzteres bestätigen.
Und natürlich nur in Wiki, sonst würde das Ganze ja
in Arbeit ausarten.
Sonst könnte man ja merken, dass die reale Welt
/ein winziges Bisschen/ komplexer ist, als sich das
der typische Wiki-Autor so vorstellen kann.

Sehr schön, dass in dse täglich ein neues Kapitel aufgeschlagen wird.
Meist Kapitel 11.

--
mfg Rolf Bombach
 
R

Rolf Bombach

Guest
Joerg schrieb:
Einige meiner Sachen sind in der Karibik im Einsatz und da beschlaegt aber auch alles mit Kondenswasser, inklusive der Fensterscheiben _in_ der Huette. Es ist noch nie etwas davon in Bauteile
eingedrungen, selbst wenn die Platinen nicht geschuetzt waren.

Ich wuerde in diesem Fall allerdings Conformal Coating erwaehnen. Weiss nicht wie es in Deutsch heisst, im Prinzip eine Beschichtung der bestueckten Platine gegen Wassereindringung.
Eben, es muss nicht vergossen werden, eine stark haftende
Lackschicht reicht. \"Tropenfest\" scheint da so ein Schlagwort zu sein.
Beim amerikanischen Militär beliebt. Wer schon mal einen
alten Empfänger angeschaut hat oder gar versucht hat, auseinander
zu nehmen, weiss was ich meine.

Zuverlässig abgegammelt sind mir die Dioden in den Gleichrichtern
zu LED-Billigbeleuchtungen (\"Weihnachtsbeleuchtung für aussen\").
Jedenfalls bei den Geräten, die einen AC-Ausgang nach dem Trafo
haben und dann irgendwo in der Schnur so ein kleines Plastikkästchen
mir vier \"Hochleistungsdioden\" 1N914 (sehen jedenfalls so aus).
Kästchen undichter Müll, innen nichts lackiert. Auch wenn
Regenwasser weitgehend destilliert sein sollte und nachts im Winter
eigentlich gefroren, Elektrokorrosion bis Draht durch nach max. 3 Jahren.

--
mfg Rolf Bombach
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 24.09.20 um 22:47 schrieb Rolf Bombach:
Hartmut Kraus schrieb:
Am 20.09.20 um 13:29 schrieb Rolf Bombach:
...
Charge Kacheln war irgendwie nicht korrekt lasiert worden (oder
wie das heisst).

Glasiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Glasur_(Keramik)

Man hat keine Ahnung und daher eine Meinung. Also sucht
man in Wiki nicht nach Lasierung sondern Glasierung,
ersteres will man ja falsifizieren und letzteres bestätigen.
Und natürlich nur in Wiki, sonst würde das Ganze ja
in Arbeit ausarten.
Sonst könnte man ja merken, dass die reale Welt
/ein winziges Bisschen/ komplexer ist, als sich das
der typische Wiki-Autor so vorstellen kann.
Sag\' mal, bist du nicht ganz dicht? Das Keramik üblicherweise /glasiert/
(mit einem glasartigen, also vor allem glasharten und wasserdichten
Überzug versehen) wird, weiß ich etwa, seit ich zum ersten Mal auf einer
glasierten Kloschüssel saß. Nicht auf einer lasierten, lasiert haben wir
nämlich mit Wasserfarbe (in der Grundschule im Malen).

https://de.wikipedia.org/wiki/Lasur
Sehr schön, dass in dse täglich ein neues Kapitel aufgeschlagen wird.
Meist Kapitel 11.
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 24.09.20 um 22:54 schrieb Rolf Bombach:
Auch wenn
Regenwasser weitgehend destilliert sein sollte ...
Sollte. Durch die allgegenwärtige Luftverschmutzung ist es aber manchmal
ziemlich sauer. Wobei Verursacher und Empfänger weit auseinander liegen
können (sorry, wieder Wikipedia):

https://de.wikipedia.org/wiki/Saurer_Regen
 
H

Hanno Foest

Guest
On 24.09.20 22:54, Rolf Bombach wrote:

Zuverlässig abgegammelt sind mir die Dioden in den Gleichrichtern
zu LED-Billigbeleuchtungen (\"Weihnachtsbeleuchtung für aussen\").
Jedenfalls bei den Geräten, die einen AC-Ausgang nach dem Trafo
haben und dann irgendwo in der Schnur so ein kleines Plastikkästchen
mir vier \"Hochleistungsdioden\" 1N914 (sehen jedenfalls so aus).
Kästchen undichter Müll, innen nichts lackiert. Auch wenn
Regenwasser weitgehend destilliert sein sollte und nachts im Winter
eigentlich gefroren, Elektrokorrosion bis Draht durch nach max. 3 Jahren.
Hmm, ich hatte da mal ein verwandtes Problem, weiß nicht mehr, ob ich
das schon mal angesprochen hatte... Batterieleuchte mit Bewegungsmelder,
war im Außenbereich magnetisch unter das Stummelvordachdach eines
Garageneingangs gebappt, insofern ziemlich regensicher. Nach ein paar
Jahren war die Elektronik hinüber. Lot war stellenweise grau und
bröselig geworden, nachdem SMDs abfielen hab ich von einer Reparatur
Abstand genommen.

Preisfrage: Was ist da passiert? Nachdem das Teil definitiv Frost
abbekommen hat, würde ich dem Aussehen/Verhalten nach auf Zinnpest
tippen. Hab ich aber noch nie bei Elektronik gesehen. Billiges
Chinesen-RoHS-Lot als Ursache, oder kommt das häufiger vor?

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
S

Sebastian Wolf

Guest
Am 24.09.2020 um 23:17 schrieb Hartmut Kraus:

> Sag\' mal, bist du nicht ganz dicht?

Niemand macht dir deine Kernkompetenz streitig.
 
M

Marc Haber

Guest
Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> wrote:
man in Wiki nicht nach Lasierung sondern Glasierung,
ersteres will man ja falsifizieren und letzteres bestätigen.
Und natürlich nur in Wiki
In der Wikipedia. So viel Zeit muss sein.

--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | \" Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom \" |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG \"Rightful Heir\" | Fon: *49 621 72739834
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 25.09.20 um 09:28 schrieb Marc Haber:
Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> wrote:
man in Wiki nicht nach Lasierung sondern Glasierung,
ersteres will man ja falsifizieren und letzteres bestätigen.
Und natürlich nur in Wiki

In der Wikipedia. So viel Zeit muss sein.
Un der Richtigkeit halber: Natürlich kann man auch Keramik lasieren (wie
so ziemlich alles), das ist aber nur ein Farbüberzug. Und auch wenn man
den einbrennt, wird die Oberfläche nie so hart und verschleißfest wie
eben Glasur.
 
J

Joerg

Guest
On 9/24/20 3:08 PM, Hanno Foest wrote:
On 24.09.20 22:54, Rolf Bombach wrote:

Zuverlässig abgegammelt sind mir die Dioden in den Gleichrichtern
zu LED-Billigbeleuchtungen (\"Weihnachtsbeleuchtung für aussen\").
Jedenfalls bei den Geräten, die einen AC-Ausgang nach dem Trafo
haben und dann irgendwo in der Schnur so ein kleines Plastikkästchen
mir vier \"Hochleistungsdioden\" 1N914 (sehen jedenfalls so aus).
Kästchen undichter Müll, innen nichts lackiert. Auch wenn
Regenwasser weitgehend destilliert sein sollte und nachts im Winter
eigentlich gefroren, Elektrokorrosion bis Draht durch nach max. 3 Jahren.
Wenn es zwei Monate haelt, reicht das ja. Danach weiss eh niemand mehr,
wer der Hersteller war oder ob es den ueberhaupt noch gibt. Ausserdem
sollen die Leute das jedes Jahr neu kaufen. Wenn das ewig hielte, wo
kaemen wir hin ... :)

Hmm, ich hatte da mal ein verwandtes Problem, weiß nicht mehr, ob ich
das schon mal angesprochen hatte... Batterieleuchte mit Bewegungsmelder,
war im Außenbereich magnetisch unter das Stummelvordachdach eines
Garageneingangs gebappt, insofern ziemlich regensicher. Nach ein paar
Jahren war die Elektronik hinüber. Lot war stellenweise grau und
bröselig geworden, nachdem SMDs abfielen hab ich von einer Reparatur
Abstand genommen.

Preisfrage: Was ist da passiert? Nachdem das Teil definitiv Frost
abbekommen hat, würde ich dem Aussehen/Verhalten nach auf Zinnpest
tippen. Hab ich aber noch nie bei Elektronik gesehen. Billiges
Chinesen-RoHS-Lot als Ursache, oder kommt das häufiger vor?
Kondenswasser. Vermutlich wurden Ablaufbohrung und Lueftung vergessen.
Die vergessen sogar namhafte Fahrradhersteller unterm Tretlager. Das in
Verbindung mit billigem RoHS-Lot kann reichen.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
 
J

Joerg

Guest
On 9/24/20 1:54 PM, Rolf Bombach wrote:
Joerg schrieb:

Einige meiner Sachen sind in der Karibik im Einsatz und da beschlaegt
aber auch alles mit Kondenswasser, inklusive der Fensterscheiben _in_
der Huette. Es ist noch nie etwas davon in Bauteile eingedrungen,
selbst wenn die Platinen nicht geschuetzt waren.

Ich wuerde in diesem Fall allerdings Conformal Coating erwaehnen.
Weiss nicht wie es in Deutsch heisst, im Prinzip eine Beschichtung der
bestueckten Platine gegen Wassereindringung.

Eben, es muss nicht vergossen werden, eine stark haftende
Lackschicht reicht. \"Tropenfest\" scheint da so ein Schlagwort zu sein.
Im Flugzeugbereich ist es oft extrem. Wenn man mit der Messpitze
durchstechen muss, muss man das nachher wieder versiegeln, dann diesen
Vorgang im Wartungsprotokoll darlegen und abzeichnen.

[...]

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
 
H

Hanno Foest

Guest
On 25.09.20 17:36, Joerg wrote:

Preisfrage: Was ist da passiert? Nachdem das Teil definitiv Frost
abbekommen hat, würde ich dem Aussehen/Verhalten nach auf Zinnpest
tippen. Hab ich aber noch nie bei Elektronik gesehen. Billiges
Chinesen-RoHS-Lot als Ursache, oder kommt das häufiger vor?

Kondenswasser. Vermutlich wurden Ablaufbohrung und Lueftung vergessen.
Die vergessen sogar namhafte Fahrradhersteller unterm Tretlager. Das in
Verbindung mit billigem RoHS-Lot kann reichen.
Glaub ich eher nicht. Das Ding war nicht ansatzweise wetterfest, keine
Dichtungen, Schiebedeckel für Batterien, da sollte sich ein Lüftungsloch
erübrigen. Kondenswasser hinterläßt normalerweise Ränder, die sind mir
auch nicht aufgefallen. Bei Wasserschäden kenn ich auch eher weißliche
Ränder um die Lötstellen, als daß das Lot selbst bröselig wird.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
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