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Chinesische Texte darstellen...

H

horst-d.winzler

Guest
Am 11.09.20 um 01:40 schrieb Hans-Peter Diettrich:
Am 10.09.2020 um 17:26 schrieb stefan:
Am 10.09.2020 um 13:39 schrieb Helmut Schellong:
On 09/10/2020 07:12, stefan wrote:

Ich weiß von einer Schreibmaschine von Telefunken für China.
Damit wurden tausende (~30000?) chinesische Zeichen geschrieben.
Das ist schon lange her.

Hatte die nicht auch mehr als 1000 Tasten?

Chinesische Zeichen haben jeweils ungefähr die Bedeutung eines
ganzen Satzes.

Eher eines Wortes oder Ausdrucks.

Genau.

Es werden dazu auch einfache Zeichen zu komplexeren Ausdrücken
kombiniert.

Nun ja, Sonne+Mond = schön, das ist immer noch ein Wort (Begriff) und
kein komplexer Ausdruck. Selbst die Stadtviertel und Stangen vor den
Stadttoren zum Aufspießen der Köpfe von Hingerichteten erzählen
vielleicht eine ganze Geschichte, bedeuten aber immer noch nur \"Dorf\",
\"Stadt\" o.ä.

Dazu fällt mir ein Witz ein:

Das ist kein Witz.

Wie ist das chinesische Schriftzeichen für Streit?

Antwort: Zwei Frauen unter einem Dach ;-)

Beim Studium der chinesischen Schriftzeichen lernt man viel über die
chinesische Geschichte und Weltanschauung.

Preisfrage: wie sieht das Schriftzeichen für Eunuch aus?
Beamter von oben gesehen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Radikal_131

--
---hdw---
 
S

stefan

Guest
Am 10.09.2020 um 21:43 schrieb Ole Jansen:
Am 10.09.20 um 20:59 schrieb stefan:

Ich hab ein paar Texte, die wir in unsere Windows Programme eingebaut
haben. Von daher denke ich, dass man mit 16x16 schon was machen kann.
Ist aber reine Mutmaßung.

Ich habe schon Fonts mit 12x12 gesehen. Keine Ahnung ob ein Chinese das
noch (gut) lesen kann.

Mein Display hat nur 320x240 Pixel. Insofern geht da nicht so viel.

Zufälig DogM von EA?
Nein, dass sind TFT Displays mit Ili9341 Controller. Für ein anderes
Projekt verwenden wir ähnliche Displays mit SSD1963. Die haben einen
40-poligen Stecker mit Parallelschnittstelle und SPI für den Touchscreen.

Ich muss mal abklären, wieviele verschiedene Glyphen tatsächlich
gebraucht werden. Ich denke mal, dass wir weniger als 50 Texte haben,
davon einige Wiederholungen. Insofern könnte ich mir vorstellen, dass
wir möglicherweise mit 100 unterschiedlichen Glyphen auskommen.

Hier noch ein wenig Quellcode zur Inspiration:
https://www.mikrocontroller.net/topic/144500?page=single
schau ich mir mal an

 
O

olaf

Guest
stefan <adresse@ist.invalid> wrote:

wie kann ich auf einem Microcontrollersystem mit Grafikdisplay
Chinesische Texte darstellen?
Wenn die Texte die du darstellen musst eher ueberschaubar sind
dann indem du sie einfach als Bilder abspeicherst und ausgibt.

Wenn das nicht der Fall ist dann wirst du wohl ordentlich Flash
brauchen. Schalte doch mal deine Kamera auf Chinesisch um. Da siehst
du wie die das machen. Ich denke aber du wirst dann einen
Mikrocontroller mit so 256-512kb Flash brauchen.

Irgendwann zwischen 2005 und 2010 fand bei vielen Herstellern ein
Umbruch statt. Vorher gab es immer eine chinesische oder japanische
Version und eine Version die alle anderen Sprachen konnten. Danach
wurde irgendwann der Speicher gross genug und mittlerweile ist es
ueblich das ein Geraet alle Sprachen kann.

Aber es gibt auch einen Vorteil. Diese Sprachen brauchen weniger Platz
auf dem Bildschirm. Wenn meine Freundin mir japanische Uebersetzungen
aus dem Deutschen gezeigt hat die man so kennt (Goethe oder so :)
dann waren das immer recht duenne Heftchen.

Olaf
 
O

olaf

Guest
stefan <adresse@ist.invalid> wrote:

Ich hab ein paar Texte, die wir in unsere Windows Programme eingebaut
haben. Von daher denke ich, dass man mit 16x16 schon was machen kann.
Das reicht aus. Meine Erfahrung betrifft zwar nur japanisch, aber die
Japaner haben ja irgendwann mal die Kanji von den Chinesen
uebernommen. Was allerdings nicht heisst das du dort japanische
Zeichen verwenden kannst. Das kommt dann so an wie wenn dein Handy
ploetlich texte in Suetterlin ausgibt.

In der japanischen U-bahn waren vor 20Jahren mal LED-Anzeigen zur
Ausgabe von Text sehr beliebt. Die hatten 16x16pixel.

Ist aber reine Mutmaßung. Mein Display hat nur 320x240 Pixel. Insofern
geht da nicht so viel.
Das ist kein Problem. Wie gesagt, nimm mal deine kamera und schalte
die auf chinesisch um. Da kannst du gut vergleichen.

Ich muss mal abklären, wieviele verschiedene Glyphen tatsächlich
gebraucht werden. Ich denke mal, dass wir weniger als 50 Texte haben,
davon einige Wiederholungen. Insofern könnte ich mir vorstellen, dass
wir möglicherweise mit 100 unterschiedlichen Glyphen auskommen.
In dem Falle ist es vermutlich besser sie nur als Bilder zu speichern
und einfach dumm die Pixel auszugeben.

Olaf
 
O

olaf

Guest
Ole Jansen <remove.this.kaspernasebaer@gmx.de> wrote:

Ich habe schon Fonts mit 12x12 gesehen. Keine Ahnung ob ein Chinese das
noch (gut) lesen kann.
Es waere noch zu klaeren welches Chinesich. :)

https://ai.glossika.com/blog/differences-between-traditional-chinese-and-simplified-chinese

https://chinese.stackexchange.com/questions/16669/lowest-pixel-resolution-needed-to-support-chinese

Hier kann man sehen das 12x12 wohl noch geht, aber 16x16 schon besser
sind. Und das ist ein Punkt den man dringend mit chinesischen Kunden
abklaeren sollte. Wenn alle anderen heute 16x16 oder gar schon hoehere
Aufloesungen nutzen, dann wirkt das eigene Geraet vielleicht veraltet
wenn die Aufloesung zu gering ist.

Olaf
 
S

stefan

Guest
Am 11.09.2020 um 07:38 schrieb olaf:
Ole Jansen <remove.this.kaspernasebaer@gmx.de> wrote:

Ich habe schon Fonts mit 12x12 gesehen. Keine Ahnung ob ein Chinese das
noch (gut) lesen kann.

Es waere noch zu klaeren welches Chinesich. :)

https://ai.glossika.com/blog/differences-between-traditional-chinese-and-simplified-chinese

https://chinese.stackexchange.com/questions/16669/lowest-pixel-resolution-needed-to-support-chinese

Hier kann man sehen das 12x12 wohl noch geht, aber 16x16 schon besser
sind. Und das ist ein Punkt den man dringend mit chinesischen Kunden
abklaeren sollte. Wenn alle anderen heute 16x16 oder gar schon hoehere
Aufloesungen nutzen, dann wirkt das eigene Geraet vielleicht veraltet
wenn die Aufloesung zu gering ist.

Olaf
Danke für den Hinweis, habs erstmal nur überflogen, sieht aber
interessant aus.
 
H

Hans-Peter Diettrich

Guest
Am 11.09.2020 um 02:46 schrieb horst-d.winzler:
Am 11.09.20 um 01:40 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Preisfrage: wie sieht das Schriftzeichen für Eunuch aus?


Beamter von oben gesehen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Radikal_131
Soweit wohl richtig, mir fehlt da allerdings der gewisse kleine
Unterschied zwischen einem Diener (funktional) und einem Eunuchen
(physisch) ;-)

DoDi
 
H

horst-d.winzler

Guest
Am 11.09.20 um 12:21 schrieb Hans-Peter Diettrich:
Am 11.09.2020 um 02:46 schrieb horst-d.winzler:
Am 11.09.20 um 01:40 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Preisfrage: wie sieht das Schriftzeichen für Eunuch aus?


Beamter von oben gesehen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Radikal_131

Soweit wohl richtig, mir fehlt da allerdings der gewisse kleine
Unterschied zwischen einem Diener (funktional) und einem Eunuchen
(physisch) ;-)

DoDi
Schwierig. Für Diener gibt es verschiedene Hieroglyphen und
Zusammensetzungen. Eine Möglichkeit wäre Beamter mit Mensch? Ich habe
schon bemerkt, das Chinesen sich mit den Mehrfachdeutungen gern auch
Späße erlauben. :)

--
---hdw---
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 10.09.20 um 13:39 schrieb Helmut Schellong:
On 09/10/2020 07:12, stefan wrote:
Hallo,

wie kann ich auf einem Microcontrollersystem mit Grafikdisplay
Chinesische Texte darstellen?

Also wie man das grundsätzlich macht ist mir klar, einen Font erzeugen
und dann Zeichen für Zeichen ausgeben. Machen wir mit lateinischen und
kyrillischen Schreiftzeichen so.
[...]

Ich weiß von einer Schreibmaschine von Telefunken für China.
Ich sogar von einer aus meinem Lehrbetrieb:

https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Schreibmaschine#Fliegende_Taube

Damit wurden tausende (~30000?) chinesische Zeichen geschrieben.
Das ist schon lange her.
Chinesische Zeichen haben jeweils ungefähr die Bedeutung eines
ganzen Satzes.
 
H

Helmut Schellong

Guest
On 09/11/2020 01:40, Hans-Peter Diettrich wrote:
Am 10.09.2020 um 17:26 schrieb stefan:
Am 10.09.2020 um 13:39 schrieb Helmut Schellong:
On 09/10/2020 07:12, stefan wrote:

Ich weiß von einer Schreibmaschine von Telefunken für China.
Damit wurden tausende (~30000?) chinesische Zeichen geschrieben.
Das ist schon lange her.

Hatte die nicht auch mehr als 1000 Tasten?
Nein, nach meiner Erinnerung.
Kann sein, daß die 130 Tasten hatte.
Die chinesischen Zeichen wurden wohl überwiegend durch
Tastenkombinationen generiert.
Diese Maschine konnte wohl grob um die 3500 Zeichen generieren.

Chinesische Zeichen haben jeweils ungefähr die Bedeutung eines
ganzen Satzes.

Eher eines Wortes oder Ausdrucks.

Genau.

Es werden dazu auch einfache Zeichen zu komplexeren Ausdrücken kombiniert.

Nun ja, Sonne+Mond = schön, das ist immer noch ein Wort (Begriff) und kein
komplexer Ausdruck. Selbst die Stadtviertel und Stangen vor den Stadttoren
zum Aufspießen der Köpfe von Hingerichteten erzählen vielleicht eine ganze
Geschichte, bedeuten aber immer noch nur \"Dorf\", \"Stadt\" o.ä.
Wikipedia sagt, daß es überwiegend Silben sind.
Ich sah aber auch \"muß besser werden\", \"sich die Haare waschen\"
durch ein Zeichen.

> Preisfrage: wie sieht das Schriftzeichen für Eunuch aus?

!/


--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong var@schellong.biz
www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_proj.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_unsinn.htm
 
S

Sebastian Wolf

Guest
Am 11.09.2020 um 17:28 schrieb Helmut Schellong:

Ich sah aber auch \"muß besser werden\", \"sich die Haare waschen\"
durch ein Zeichen.
去看心理醫生
 
O

Ole Jansen

Guest
Am 11.09.20 um 16:08 schrieb Hartmut Kraus:
Ich weiß von einer Schreibmaschine von Telefunken für China.

Ich sogar von einer aus meinem Lehrbetrieb
Cool :)

Telefunken wusste ich jetzt nicht. Von Olympia aus Wilhelmshaven gab
es die 1011 mit Tintenstrahldruckkopf. Auch von Nixdorf habe ich nichts
gefunden.

> https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Schreibmaschine#Fliegende_Taube

In dem Artikel steht auch etwas über eine
Ming-Kwai-Nao-Can-Schreibmaschine welche 90000 Glyphen aus der Kombination
von lediglich 30 geometrische Teilen bilden soll.

O.J.
 
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